Aufgrund der Corona-Krise müssen vor allem die kleinen Vereine momentan erfinderisch werden, um weiter zahlungsfähig bleiben zu können. Ein beliebtes Mittel: Virtuelle Tickets für ein Spiel, welches nie stattfinden wird. Lokomotive Leipzig hat mit dieser Methode mal eben den vereinsinternen Zuschauerrekord gebrochen.


Allein Ostersonntag hatten die Leipziger bereits 125.000 Eintrittskarten für jeweils einen Euro für das Spiel gegen den „unsichtbaren Gegner“ verkauft. Dabei konnten Fans so viele symbolische Tickets erwerben, wie sie wollten. Mit dieser Methode knackte der Verein den Rekord von 1987, als Lokomotive im Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger Girondins Bordeaux empfing und tatsächlich ins Endspiel einziehen konnte. Damals hatten 120.000 Fans den Weg ins Leipziger Zentralstadion gefunden, obwohl nur 73.000 offiziell erlaubt waren.

Aktuell kämpft der Klub in der Regionalliga Nordost um den Aufstieg, kann das Geld aus der Aktion aufgrund der unsicheren Lage jedoch mehr als gut gebrauchen: „Ich möchte mich im Namen des Vereins bei allen Unterstützern bedanken, die uns aus der ganzen Welt Spenden geschickt haben. Es ist großartig zu sehen, wie die blau-gelbe Familie in diesen schwierigen Zeiten zusammenhält“ so Loks Präsident Thomas Löwe

Die Aktion soll nun weiter laufen – als neues Ziel hat sich der Verein die Marke von 149.547 Tickets aus dem Spiel Schottland gegen England aus dem Jahr 1937 gesetzt, welche bis heute die höchste offizielle Zuschauerzahl eines Fußballspiels auf europäischem Boden darstellt.

Wenn ihr euch ebenfalls ein Ticket sichern wollt, könnt ihr das hier tun!

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