Es ist der Traum eines jeden Fußballfans: Den ganzen Tag alleine im Stadion sein. In Spanien gilt derzeit aufgrund der Corona-Krise eine Ausgangssperre. Alle sollen brav zuhause bleiben und warten, bis das normale Leben weitergehen kann. Wie cool wäre es jetzt, wenn man, anstatt in seinem Zimmer zu hocken, in einem Fußballstadion wäre und theoretisch den ganzen Tag kicken könnte? Der Spanier Andrés Perales lebt gerade genau diesen Traum.


Andrés Perales war jahrelang Busfahrer des spanischen Erstligisten FC Malaga, bis der Verein von Bus auf Flugzeug umstieg. Von dort an hatte er vielerlei Aufgaben im Verein. Er arbeitete als Greenkeeper, Masseur, Wachmann und Hausmeister. Perales ist seit 1966 im Verein und seit 1989 lebt er auch dort. Ihr habt richtig gehört: Andrés Perales‘ Wohnort ist das Estadio de la Rosaleda. Er lebt dort zusammen mit seinem 43-jähriger Sohn, der nach seiner Scheidung wieder bei seinem Vater wohnt. Inzwischen ist Perales im Ruhestand, doch neben Spaziergängen auf dem grünen Rasen ist er in dieser besonderen Situation wieder der Hüter von La Rosaleda.

Andrés Perales gehört mit 83 Jahren zur Risikogruppe und darf das „Haus“ nicht verlassen. Es gibt allerdings schlimmere Orte, an denen man sich in dieser Krise aufhalten könnte als ein Fußballstadion.

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