Amateurfußball
Amateur - Fussball 2017/2018 12.11.2017 Kreisliga A 2 Bezirk noerdlicher Schwarzwald Spielabsage; ein Ball liegt im Wasser auf dem Sportgelaende des VfL Hochdorf (Kreis Calw) im November FOTO: Pressefoto ULMER/Markus Ulmer xxNOxMODELxRELEASExx |

In Deutschlands Amateurfußball wird laut einer Studie bis herunter in die Kreisliga Geld an Spielerinnen und Spieler gezahlt. Insgesamt rund 500 Millionen Euro gehen dabei an der der Steuer vorbei.


Eine Onlineumfrage von ARD und CORRECTIV fand heraus, dass bis in Deutschlands untere Amateurligen Gelder bezahlt werden. Demnach erhielten Spielerinnen und Spieler im Amateurfußball etwa monatliche Festbeträge, Punkt- und Siegboni oder Sachleistungen. Befragt wurden mehr als 10.000 Teilnehmende, unter den mehr als 8.000 Männern gaben über 60 Prozent an, mindestens ein mal Geld fürs Fußballspielen erhalten zu haben. Die Teilnehmenden gaben außerdem an, auf welchem Weg sie die Zahlungen erhalten haben. Also beispielsweise als Überweisung, bar oder per Sachleistung. Im Frauenfußball wird auf Amateurebene deutlich seltener Geld bezahlt.

Während Hobby-Fußballer in der fünften Liga im mittleren Einkommen (Median) rund 500 Euro verdienen, erhalten Spieler der achten Liga immer noch rund 200 Euro. Laut §8 Absatz 2 der DFB-Spielordnung dürfen Spielerinnen und Spieler auf Amateurniveau nicht mehr als 250 Euro monatlich erhalten. Übersteigt der gezahlte Betrag diese Summe, muss der Verein einen Amateurvertrag mit der spielenden Person vereinbaren – inklusive Steuern und Sozialabgaben.

Hochrechnung im Amateurfußball: Bis zu 500 Millionen Euro entgehen dem Fiskus

Würde man die Ergebnisse der Umfrage auf den bundesweiten Amateurfußball beziehen, dann ergibt sich für den Ballspielmonat Oktober 2020 eine Summe von rund 100 Millionen Euro. Legt man ebenfalls die in der Umfrage angegebenen gezahlten, verdeckten Beträge zu Grunde, dann würden pro Monat 50 Millionen, pro Saison 500 Millionen Euro mutmaßliches Schwarzgeld fließen.

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