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Der ablösefreie Abgang von Niklas Süle deutete sich für den FC Bayern München nach den gescheiterten Vertragsverhandlungen an. Im Blick auf die kommende Saison klafft beim Rekordmeister eine große Lücke, die mit einem neuen Top-Spieler geschlossen werden soll. Bei der Suche nach einem Süle-Nachfolger ist ein neuer Name ins Rampenlicht gerückt.


Die erste Saison mit Julian Nagelsmann an der Seitenlinie verläuft für die Bayern bisher vielversprechend. Trotz des frühen Aus im Pokal sind die Titel-Hoffnungen groß. Die Mannschaft bietet viel Potenzial und Qualität; doch gerade in der Verteidigung fehlt es an Perspektive. Der bevorstehende Wechsel von Niklas Süle zu Borussia Dortmund verdünnt die Personaldecke ungemein.

Deswegen ist der 31-fache deutsche Meister auf der Suche nach einem neuen Leitwolf für die Innenverteidigung. Lange galt Andreas Christensen als heißer Kandidat. Bis zum Sommer steht der Däne noch beim FC Chelsea unter Vertrag. Dann wäre der 25-Jährige kostengünstig zu haben. Die Bayern nahmen erste Kontakte auf, doch laut „Fichajes“ hat der FC Barcelona aktuell bessere Karten auf eine Verpflichtung.

Nach Informationen des spanischen Transferportals konnten die Katalanen bereits fortschreitende Gespräche verzeichnen. Auch Christensen selbst dürfte eher mit einem Wechsel zu Barca liebäugeln. Den Bayern droht damit eine Niederlage im Verhandlungs-Poker. Im großen Gerüchte-Roulette tauchte aber schnell die nächste Alternative für den Bundesligisten auf.

Ist Stefan de Vrij eine ernsthafte Option?

Nach einem Bericht der „Calcio in Pillole“ beschäftigt sich der FCB mit Stefan de Vrij. Der 30-Jährige ist seit vielen Spielzeiten eine Institution in der Dreierkette von Inter Mailand. Er bringt Erfahrungen auf dem höchste Niveau mit, ist physisch stark und nur selten länger verletzt. Mit seinen Qualitäten könnte sich der Niederländer ohne Frage schnell in der Mannschaft des Rekordmeisters etablieren.

Dennoch bestehen einige Zweifel daran, dass de Vrij der richtige Süle-Nachfolger ist. Anders als Christensen hat der Abräumer noch einen bis 2023 gültigen Vertrag. Inter würde ihn bei anhaltendem Interesse sicherlich mit einem ordentlichen Preisschild versehen. Und auch wenn der Routinier eine sofortige Verstärkung darstellt, gilt er durch sein Alter nicht als Perspektivspieler und Wunschoption des langfristig denkenden Nagelsmann.

Ein intensiver Austausch der Partien käme also durchaus überraschend. Dennoch werden die Bayern das Gerücht willkommen heißen. Denn mit jedem Kandidaten macht der Tabellenführer eine Ansage an Christensen, der noch immer als erste Wahl gelten dürfte. Dennoch ist gewisses Verhandlungsgeschick nötig, um nicht bald doch ins Schwitzen zu geraten.

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