Oliver Kahn
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Der bisherige Transfersommer war für den FC Bayern München nahezu ein voller Erfolg. Bis auf den unrühmlichen Abgang von Robert Lewandowski wurden fast alle Wunschspieler verpflichtet. Vorstand Oliver Kahn konnte deswegen ein beruhigendes Update geben.


Etwa 120 Millionen Euro hat der deutsche Rekordmeister in diesem Sommer bereits ausgegeben. Für diese stattliche Summe zog es aber auch Rang und Namen nach München. Sadio Mané oder Matthijs de Ligt dürften wohl als Königstransfers gelten. Für den Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn sind die ganz großen Projekte damit erst einmal abgeschlossen.

„Es gibt keinen Bedarf, dass wir uns jetzt noch mal mit Spielern in der Größenordnung von Matthijs de Ligt beschäftigen“, so der 53-Jährige in einem Interview mit dem Münchner Merkur und tz. Den Einsatz der großen Mittel rechtfertigte nun eine Strategie, die in den letzten Jahren nicht unbedingt vorherrschte. „Weil unseren Transfers eine Philosophie zugrunde liegt: Wir holen internationale erfahrene Top-Stars wie einen Sadio Mané und Matthijs de Ligt gezielt dazu.“

Bayern müssen weiterhin hart bleiben: „Nicht um jeden Preis“

Die Mannschaft soll durch die Verpflichtungen sowohl kurz- als auch langfristig verstärkt werden. „Am wichtigsten ist aber, dass wir Spieler unter Vertrag haben, die unser Gerüst bilden. Das Ganze ist wie ein Gemälde, an dem wir immer wieder weitertüfteln. Aber nicht um jeden Preis und wir können den Markt nach unseren bisherigen Transfers in Ruhe beobachten“, so Kahn.

Konkret beschränken sich die verbleibenden Pläne auf Youngster Mathys Tel und Allrounder Konrad Laimer. „Es gab mit Tel vor Kurzem ein weiteres Gespräch. Auch mit Laimer sind wir im Austausch. Man muss einfach schauen, wie sich das jetzt entwickelt.“ In jedem Fall war es den Bayern wichtig, schon früh vor der Saison Klarheit auf den meisten Positionen zu haben.

„Wir haben den größten Teil unserer Hausaufgaben früh erledigt und brauchen nicht mehr am Ende der Transferperiode in Hektik irgendwelche Aktionen machen. Dieses Jahr ist es noch wichtiger, weil die Saison schon Anfang August anfängt. Sonst startest du in die Spielzeit und dann kommen auf einmal noch neue Spieler, die erst noch integriert werden müssen“, so der Kaderplaner.

So sieht Kahn das Team insgesamt gut gerüstet, um in dieser Saison den Angriff auf die großen Titel zu starten. „Wir haben eine sehr gute Mischung aus Top-Stars, erfahrenen und auch jungen Spielern, die sich unter Julian Nagelsmann entwickeln sollen.“ Dafür wurde eben auch viel Geld in die Hand neommen. An die Fans und Konkurrenz hat er trotz der vielen Ausgaben deshalb eine klare Botschaft. „Der FC Bayern wird auch nach dieser Transferperiode in der nächsten Saison finanziell und wirtschaftlich sehr stark sein.“

So erzielte de Ligt sein erstes Bayern-Tor:

de Ligt
Mit dem zweiten Ballkontakt: de Ligt mit Volley-Tor im ersten Spiel

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag bestritt Matthijs de Ligt sein erstes Spiel für den FC Bayern München. Und…

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