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Anspruch und Wirklichkeit klaffen bei Torhüter Bernd Leno gerade auseinander: Bei den Gunners aus London ist er hinter Ramsdale nur noch Nummer Zwei, ab Sommer vielleicht sogar nur dritter Keeper. Quo vadis, Bernd?


„Es war ein Rückschlag und ein bitterer Moment. (…) Ich will nicht sagen, dass ich ein Bauernopfer war, aber wenn die Ergebnisse nicht stimmen, geht es im Fußball manchmal schnell. Der Trainer wollte einen neuen Impuls setzen – und danach kamen ja auch die Ergebnisse. Das war bitter für mich, denn ich hatte davor dennoch gut gehalten. Ich hatte so etwas in meiner Karriere zuvor ja nie erlebt“, sagt Bernd Leno in einem Interview mit Spox und Goal.

Gemeint ist seine Degradierung zur Nummer Zwei nach dem verpatzten Saisonstart des FC Arsenal. Niederlagen gegen Brentford, Chelsea, eine Klatsche gegen ManCity und eine Tordifferenz von 0:9-Toren. Trainer Mikel Arteta reagierte, brachte den jungen Aaron Ramsdale ins Tor. Danach ging es rapide Bergauf: Sechs Siege aus acht Spielen folgten.

Leverkusen? „Ich habe das auch gelesen“

Zufrieden ist Leno mit seiner Einsatzzeit überhaupt nicht: „Mein Anspruch ist es, immer zu spielen, ich weiß, was ich kann“, sagt der 30-Jährige. „Ich bin keine 20 mehr, wo ich vielleicht sagen könnte: ‚Ich habe noch Zeit'“. Besonders ärgerlich für den Schwaben ist, dass seine Performance eigentlich stimmte: „Das wurde mir gegenüber auch klar so kommuniziert, dass es nichts mit meinen Leistungen zu tun hatte und war auch deshalb zunächst schwer zu akzeptieren“.

Aufgeben will der Nationalkeeper aber erstmal nicht: „Ich fühle mich bei Arsenal sehr, sehr wohl und habe noch ein Jahr Vertrag. Erstes Ziel muss es sein, hier zu spielen“. Aber ohne Einsätze bringt er seine Chancen auf eine WM-Teile in Gefahr. Ist deshalb ein Wechsel eine Möglichkeit? „Ausschließen kann man sowieso nichts. Natürlich gibt es immer Anfragen“. Angeblich auch aus Leverkusen, von dem Verein, den Leno 2018 in Richtung London verließ. Dem und einer Bundesliga-Rückkehr schob er aber verbal einen Riegel vor: „Ich habe das auch gelesen, weiß aber nichts davon. Da hieß es auch, ich würde unbedingt in mein Heimatland zurück wollen, aber das stimmt so nicht. Wie gesagt: Wir fühlen uns hier rundum wohl, auch wenn es für mich aktuell nicht so läuft.“

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