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Die Auswärtsfahrt von Eintracht Frankfurt bei Olympique Marseille wird vielen Adlerträgern in schlechter Erinnerungen bleiben: Sie waren geprägt von Krawall, Radau, unschönen Gesten. Nun hat die UEFA der SGE eine Strafe aufgebrummt.


Das Auswärtsspiel von Eintracht Frankfurt bei Olympique Marseille am 13. September war wild: Nicht nur schossen die Heimfans Raketen auf den Auswärtsblock – auch zwei Fans der SGE fielen mehr als unangenehm auf. Sie zeigten den „Hitlergruß“ und weitere Fascho-Gesten in Richtung französische Fans.

Marseille

Genau dafür wurde der Verein nun bestraft. Das gaben die Frankfurter am Freitagabend bekannt. So ist es der SGE untersagt, „zum nächsten Auswärtsspiel in einem UEFA-Clubwettbewerb Eintrittskarten an seine Fans zu verkaufen“. Zudem „wird Eintracht Frankfurt auferlegt, zum nächsten Heimspiel in einem UEFA-Clubwettbewerb eine Teilschließung von mindestens 1.000 Plätzen im Stadion sicherzustellen.“ Diese Strafen sind aber für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt.

Eintracht Frankfurt mit Fans in London

Heißt also: Sowohl im Heimspiel gegen Tottenham, als auch beim Spiel in London gibt es keine Einschränkungen, keine Auflagen. Die Hessen dürfen also das Stadion vollmachen und auch Tickets für die Partie in England verkaufen. Aber der Club muss 45.000 Euro blechen.

„Das Urteil berücksichtigt ganz offensichtlich nicht nur die außergewöhnlichen Rahmenbedingungen rund um das Spiel und die Ausnahmezustände in der Stadt und im Stadion, sondern auch unsere enormen organisatorischen Bemühungen und insbesondere die klare Haltung und Kommunikation des Clubs zu den Vorkommnissen“, so Vorstandsmitglied Philipp Reschke.

Auch die Franzosen wurden bestraft: Sie haben gegen die bestehende Bewährung verstoßen und müssen im nächsten Europapokal-Heimspiel ohne Fans auskommen. Beim darauffolgenden UEFA-Heimspiel findet ein Teilausschluss der Zuschauer*innen statt.

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