Tymoschtschuk
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Dreifacher ukrainischer Meister, dreifacher ukrainischer Pokalsieger, ein Mal ukrainischer Superpokalsieger, mit 144 Einsätzen Rekordnationalspieler seinen Landes: Ex-Bayern-Profi Anatolij Tymoschtschuk hat mit Schachtar Donezk und dem Nationalteam der Ukraine einige Erfolge und eine Heim-EM gefeiert. Doch das alles könnte dem 42-Jährigen nun vom Ukrainischen Fußballverband (UAF) aberkannt werden.


Grund dafür: Sein aktuelles Engagement als Co-Trainer von Zenit St. Petersburg und fehlende Bekenntnisse gegen den Krieg in der Ukraine. So heißt es in einer Mitteilung des Verbandes: „Seit dem Beginn der militärischen Aggression Russland gegen die Ukraine hat sich Tymoschtschuk nicht nur nicht öffentlich dazu geäußert, sondern auch nicht seine Kooperation mit dem Team des Aggressors gestopppt. Während ein anderer Ex-Klub, der FC Bayern München, Statements veröffentlicht und Aktionen zur Unterstützung der Ukraine startet, schweigt Tymoschtschuk weiter“.

Das Ethik- und Fair-Play-Committee der UAF sieht darin eine Image-Beschädigung des Ukrainischen Fußballs und will deshalb Konsequenzen ziehen. So sollen Tymoschtschuk nicht nur die Trainerlizenz und alle Ehrenauszeichnungen entzogen werden: Auch alle Titel, die er in der Ukraine gewonnen hat sollen aberkannt werden. Außerdem steht ein Auschluss aus dem Register der ukrainischen Nationalspieler im Raum – womit er seinen Status als Rekordspieler des Landes verlieren würde. Das Disziplinarkomittee des Verbandes soll darüber entscheiden.

Tymoschtschuk hat im Laufe seiner Karriere einige Titel gesammelt, national wie international: So wurde er mit Zenit St. Petersburg 2008 UEFA-Cup-, und UEFA-Supercup-Sieger. Mit dem FC Bayern München gewann der Mittelfeldspieler zwei deutsche Meisterschaften und 2013 die Champions League. Für Zenit war der Ukrainer zwei Mal aktiv: Von 2007 bis 2009 und von 2013 bis 2015. Nach seinem Karriereende wurde er dort 2017 Co-Trainer. Als Rekordnationalspieler der Ukraine nachrücken würde übrigens Andrij Schewtschenko mit 111 Einsätzen. Allerdings ist ihm der Ex-Dortmunder Andrij Yarmolenko mit 106 Einsätzen dicht auf den Fersen.

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