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Der SC Freiburg hat am Montagabend offiziell Einspruch gegen die Spielwertung der Partie mit dem FC Bayern München eingelegt. Grund dafür ist der viel diskutierte Wechselfehler beim Rekordmeister. Die Entscheidung liegt nun beim Sportgericht.


Der Fußball ist manchmal auch ein Sport der wenigen, dafür aber entscheidenden Sekunden. Etwa 15 davon reichten aus, um den gesamten 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga durcheinander zu wirbeln. Für diese kurze Zeit standen beim FC Bayern München gegen den SC Freiburg am Samstag zwölf Spieler auf dem Feld. Nach langen Diskussionen wurde die Partie fortgesetzt, hat nun aber noch ein Nachspiel.

Wie die Breisgauer über die sozialen Medien bekanntgaben, habe man sich nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, einen Einspruch gegen die Wertung des Spiels einzulegen. Bis einschließlich heute hatte der aktuelle Tabellenfünfte Zeit, diese Entscheidung dem Sportgericht mitzuteilen.

Freiburg will rechtliche Sicherheit für alle Vereine

Konkret nannte der Sportclub fünf Gründe, weshalb er sich für einen Einspruch entschied. Es soll unter anderem die Möglichkeit für das Sportgericht gegeben werden, „die hier aufgetretenen Fragestellungen rund um den Wechselfehler des FC Bayern München sportrechtlich zu bewerten und zu beantworten“, wie aus dem Statement hervorgeht. Auch soll eine zukünftige Rechtsgrundlage bei vergleichbaren Fällen geschaffen werden, die im Sinne aller Profiklubs sein dürfte.

Darüberhinaus fühlt sich der SC Freiburg zu konsistentem Handeln „bei Regelverstößen ganz unabhängig von der konkreten Wettbewerbssituation.“ Den Freiburgern geht es nicht primär darum, so viel Profit wie möglich aus der zum Zeitpunkt des Wechselfehlers ohnehin fast entschiedenen Partie zu schlagen. Es gehe eher darum, die Gesamtverantwortung wahrzunehmen und aufgrund der rechtlichen Aussichten und wirtschaftlichen Interessen so zu handeln. Das Sportgericht wird in den kommenden Tagen eine Entscheidung fällen müssen.

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