Arne Friedrich
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Die Wege der Hertha sind unergründlich. Nach der Windhorst-Schelte vor kurzem rumort es ordentlich weiter bei der Hertha. Aufgrund fehlender Wertschätzung räumte Sportdirektor Arne Friedrich nun früher als gedacht seinen Posten.


In dieser Saison sollte doch alles anders sein. Der neue Mut bei der Hertha verblasste über den Herbst aber in trostloses Mittelfeldgeplänkel und mündete im Winter in bittersten Abstiegskampf. Platz 16 steht für den BSC derzeit zu Buche. Immerhin haben die Berliner noch alles in der eigenen Hand, um die Vollkatastrophe abzuwenden.

Nicht mehr dabei helfen will Arne Friedrich. Im Sommer 2020 nahm der ehemalige Herthaner den Job als Sportdirektor an, doch auch er konnte die Versprechen nicht halten. Nachdem er bereits im Februar ankündigte, seinen bis zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern, zog er wenige Wochen später ganz die Reißleine.

Friedrichs frühes Aus als Schadensbegrenzung

Wie der Klub in einem Statement bekanntgab, ist Friedrich nicht länger als Sportdirektor aktiv.  „Wir haben in einem offenen Gespräch nun gemeinsam festgestellt, dass es mit Blick auf die Planungen der kommenden Saison sinnvoller ist, die Zusammenarbeit bereits jetzt zu beenden“, so Geschäftsführer Fredi Bobic.

Die Beziehung zwischen ihm und Friedrich dürfte sich über die vergangenen Monate immer weiter verschlechtert haben. Und da der Abschied ohnehin besiegelt war, fühlte sich der 42-Jährige nicht mehr genug einbezogen. Es sei vor allem „das Gefühl entstanden, dass mein Einfluss bei wichtigen sportlichen Entscheidungen nicht mehr ausreichend gegeben ist, um meinen Aufgaben als Sportdirektor gerecht zu werden“, wie Friedrich selbst erklärte.

Dementsprechend werden beide Seiten wohl auf eine Schadensbegrenzung ausgewesen sein. Ob noch bis zum Sommer ein Nachfolger gefunden wird, ist unwahrscheinlich.

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