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Für Robin Gosens verläuft die aktuelle Saison verletzungsbedingt recht trist. Dennoch konnte der 27-Jährige im Winter den nächsten Schritt machen. Inter Mailand sicherte sich seine Qualitäten zunächst als Leihe mit nahezu automatischer Kaufpflicht. Trotzdem denkt Gosens bereits über sein Karriereende nach – und das könnte ausgerechnet beim FC Schalke anstehen.


Eine Verletzung am Oberschenkel sorgte dafür, dass Robin Gosens erstmals nach fast vier Jahren als Stammkraft bei Atalanta Bergamo aus dem Rampenlicht rückte. Mit dem Ausblick auf sein nahendes Vertragsende und den vorher starken Leistungen machte sich der 13-fache deutsche Nationalspieler dennoch auf dem Markt gefragt. Im Januar ergriff schließlich Inter Mailand die Initiative und nahm den 27-Jährigen – voraussichtlich bis 2026 – unter Vertrag.

Dabei lag Gosens mindestens ein deutlich lukrativeres Angebot vor. Doch der linke Schienenspieler entschied sich für einen Verbleib in Italien. Zwar ist sein Transfer durch verschiedene Regularien der Bilanzierung zunächst als Leihe angesetzt. Die verhandelte Kaufpflicht ist aber fast selbsterfüllend und dementsprechend kurios. Erzielt Inter in der Saison 2022/23 sein erstes Pflichtspieltor, wandert die verhandelte Ablöse von 25 Millionen Euro von Mailand nach Bergamo.

Gosens: „Wäre wunderbar, meine Karriere in Deutschland zu beenden“

Für Gosens steht also ein nächstes und hoffentlich erfolgreiches Kapitel an. Sich in dieser Situation bereits mit dem Ende der Karriere zu beschäftigen, hat bei vielen Profis wohl nicht die höchste Priorität. Doch der 27-Jährige hat sich bereits konkrete Vorstellungen gemacht und denkt dabei vor allem an die Bundesliga. „Ich glaube, mit 32 muss die Karriere noch nicht zu Ende sein. Das bleibt mein großer Traum. Und es wäre natürlich wunderbar, wenn sich der Zyklus dann vielleicht auch in dem Kontext schließt, dass ich dann meine Karriere in Deutschland beenden kann“, so der Allrounder im Interview mit Sky.

So richtig in Fahrt kam seine Laufbahn erst im Ausland, könnte aber enden „mit einem glühenden Abschied in Deutschland. Das ist nach wie vor ganz klar mein Traum.“ Angesprochen darauf, ob er sich dafür einen konkreten Verein vorstellen kann, machte Gosens klar: „Schalke wird immer der Verein bleiben, dem ich am meisten Sympathie gegenüber habe in Deutschland. Vielleicht haben Sie sich in vier Jahren wieder so gefangen, dass Sie wieder eine wichtige Rolle in der Bundesliga spielen.“

Es muss viel passieren, damit sich der gebürtige Emmericher dieses womöglich letzte sportliche Ziel noch erfüllen kann. Der viele Konjunktiv beinhaltet vor allem die Entwicklung der Königsblauen. Doch sind die Schalker bis dahin wieder erstklassig und suchen genau auf dieser Position nach erfahrener Verstärkung, „ist es dann ja tatsächlich der perfekte Moment, um da die Karriere zu beenden. Aber das ist alles Zukunftsmusik. Schauen wir mal, was passieren wird.“

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