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Einen Tag nach dem wichtigen 3:0-Sieg der Hertha gegen Hoffenheim scheint es im Umfeld des Vereins alles andere als ruhiger zu werden: Investor Lars Windhorst forderte in einem Interview nun die Abwahl von Präsident Werner Gegenbauer.


Aufatmen bei den Fans von Hertha BSC: Obwohl Neu-Trainer Felix Magath aufgrund eines positiven Corona-Tests nicht auf der Bank sitzen konnte, feierte die Alte Dame einen wichtigen 3:0-Sieg gegen die TSG Hoffenheim im Kampf gegen den Abstieg.

Vertreten wurde Magath von Assistenztrainer Mark Fotheringham, der nach der Partie aber nur bedingt zu Scherzen aufgelegt war.

Zieh dir das mal schnell rein hier:
Mark Fotheringham
Video: Magath-Vertretung Mark Fotheringham hat keinen Bock auf Gags

Aufgrund eines positiven Corona-Tests musste Felix Magath seine Rettungsmission auf der Hertha-Bank noch einmal verschieben. Vertreten wurde er von seinem…

Doch wer gedacht hat, im Umfeld des Vereins würde am Sonntag etwas Ruhe einkehren, irrt sich: In einem Interview mit dem TV-Sender der Bild erhob Investor Lars Windhorst nun erneut schwere Vorwürfe gegen die Führung des Vereins: Der 45-Jährige empfinde es als „schockierend“, dass „in kurzer Zeit so viel Geld ausgegeben, verbrannt wurde.“ Insgesamt 375 Millionen Euro investierte der Unternehmer seit 2019 in den Verein.

Bei der anstehenden Mitgliederversammlung fordert Windhorst nun die Hertha-Mitglieder auf, den aktuellen Präsidenten des Klubs, Werner Gegenbauer, abzuwählen: Es sei seiner Meinung nach nicht mehr möglich „unter der Führung von Herrn Gegenbauer als Team gemeinsam etwas zu erreichen“.

Laut Windhorst gehe es Gegenbauer ausschließlich um „Machterhalt“. Der Investor kündigte an, nur dann weiter Geld in den Hauptstadtklub zu stecken, wenn sich die Führungsetage auf absehbare Zeit verändere. Einen Gegenkandidaten werde Windhorst im Mai jedoch nicht aufstellen und sich auch nicht selbst für den Posten bewerben, da ihm sowohl die Zeit als auch das Interesse dafür fehle.

Lars Windhorst stoppt Dokumentation über Hertha BSC

Bereits im Jahr 2020 gaben die Verantwortlichen von Hertha BSC eine Dokumentation in Auftrag, welche den Klub hinter den Kulissen begleiten sollte – ähnlich wie es auch zuvor Vereine wie Manchester City, Paris Saint-Germain oder auch Borussia Dortmund vorgemacht hatten.

Investor Lars Windhorst, der das Budget für die Dreharbeiten zur Verfügung stellte, hat das Projekt nun jedoch gestoppt und erhebt Vorwürfe gegen das Produktionsteam.

Andreas Fritzenkötter, Sprecher der von Windhorst geführten Tennor-Gruppe, welche rund eine Million Euro in das Projekt steckte, äußerte sich gegenüber der Sport Bild zum Stopp der Produktion: „Wir haben das Projekt gestoppt, weil es weder den abgesprochenen Vorstellungen noch professionellen Ansprüchen entsprach. Es war ungeeignet für eine Veröffentlichung.“

Und weiter: „In dem Video-Material äußert sich ein hochrangiges Mitglied der Hertha-Geschäftsleitung vor laufender Kamera in ehrabschneidender und herablassender Weise über Herrn Windhorst als Investor. Für so eine Dokumentation absolut unbrauchbar, wie etliche andere Passagen auch. Am Ende wäre der Bearbeitungsaufwand zu hoch gewesen und hätte zusätzliche Kosten verursacht.“

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