Hoeneß
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Der FC Bayern und Katar waren unter anderem Thema bei „Sport 1“. Ein gewisser Uli Hoeneß hat das nicht auf sich sitzen lassen, kurzerhand durchgeklingelt – und den kommenden WM-Gastgeber in Schutz genommen.


Im Winter findet die WM in Katar statt. Nach Recherchen von „The Guardian“ sind im Zuge der Bauarbeiten der Stadien rund 6500 Arbeiter*innen dabei ums Leben gekommen. Auch deshalb erntet der kommende Gastgeber Kritik.

So auch in der „Sport 1“-Sendung „Doppelpass“, wo unter anderem der ehemalige DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig zu Gast war. Dieser kritisierte Katar und den FC Bayern, der bekanntermaßen Sponsoringdeals mit ihnen hat:

„Wenn ein DAX-Unternehmen, bei dem Katar beteiligt ist, entscheidet, welchen Gesellschafter sie dazunehmen, entscheiden das die Aktionäre. Wenn der Verein FC Bayern, der den Mitgliedern gehört, sagt, dass sie das nicht wollen, ist dieser Wille zu akzeptieren.“

Hoeneß verteidigt Katar

„Das ist ein gravierender Unterschied. Daher habe ich das Argument des FC Bayern in der Diskussion nicht verstanden. Mit dieser Politik, die Augen zu verschließen, stehen wir da, wo wir stehen“, so Rettich weiter.

FC Bayern Ehrenpräsident Uli Hoeneß, der bekannt dafür ist, immer mal wieder bei der Sendung durchzuklingeln, griff auch dieses Mal zum Hörer und ließ seinen Frust ab: „Ich möchte Andreas Rettig, dem König der Scheinheiligen, fragen, ob er im Winter auch nicht mehr so warm duscht oder sich über das Gas, das demnächst aus Katar kommt, Gedanken gemacht hat.

Und auch in Richtung Katar-Kritiker fand er deutliche Worte und nahm den Wüstenstaat in Schutz: „Die WM wird dazu führen, dass die Arbeitsbedingungen für die Arbeiter dort besser werden.“ Und fügte an: Eines ist auch klar: „Den Arbeitern in Katar geht es durch die WM besser und nicht schlechter. Das sollte man endlich mal akzeptieren und nicht ständig auf die Leute draufhauen.“

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