Foto: Sky

Tom Bayer kommentierte für den ARD Hörfunk das EM-Finale 1996, seit 1997 ist er Bundesliga Kommentator für Sky, vormals Premiere. Diese Saison ist seine letzte, die Kommentatorenlegende hört auf. Es ist ein Abschied vom Mikrofon, aber keiner vom Fußball generell. Bayer möchte sich ehrenamtlich weiterhin in jener Welt engagieren, die seine liebste ist. Wir sprachen mit ihm über seine Anfänge, große Fehler, unvergessene Geschichten aus über 2.500 Spielen und über ein Karriereende als Fußballkommentator zu einer Zeit, in denen pandemiebedingt keine Fans im Stadion sein dürfen.


FUMS: Merkel hört auf, Löw geht, Bohlen ist raus bei DSDS – jetzt auch noch Tom Bayer…
Tom Bayer: (lacht) Das ist Zufall. Für mich ist es kein gutes Jahr, weil über allem die Pandemie schwebt. Aber beruflich ist es für mich das richtige Jahr aufzuhören, da bin ich sehr selbstsicher.

Schiedsrichter wie Guido Winkmann wollen unentgeltlich weitermachen, damit sie nochmal in einem vollen Stadion ran können…
Ich gebe zu, ich würde lieber bei einem Spiel aufhören, bei dem Zuschauer im Stadion sind. Das Thema begleitet uns im Prinzip anderthalb Jahre. Ich hab das mal überlegt, aber prinzipiell sollte man so eine Entscheidung nicht davon abhängig machen. Irgendwann muss so oder so mal Schluss sein. Und dann ist Frage, wann sind wieder Zuschauer zugelassen werden. Dann sind vielleicht 5.000 erlaubt, dann 15.000, dann 30.0000 und dann wäre ein Stadion wie in Köln mal wieder mit 50.000 ausverkauft. Das kann einem keiner sagen. Einmal muss Schluss sein und wenn Schluss ist, ist Schluss.

Vor dem Kommentator Tom Bayer gab es irgendwann mal den reinen Fußballfan Tom Bayer. Nehmen Sie uns mal mit in Ihre Anfänge in Sachen Fußball.
Gespielt habe ich als Kind und als Jugendlicher. Ich stamme aus Neuss, bin da aufgewachsen, habe Abitur gemacht. Man Vater war gebürtiger Düsseldorfer und immer Fortuna-Fan. Der hat mich Mitte der 60er Jahre mal mitgenommen zu einem Spiel – damals noch Regionalliga – Fortuna Düsseldorf gegen Viktoria Köln. Ich war damals glaube ich neun Jahre alt und kann mich noch gut daran erinnern. So richtig drin war ich dann mit dem Aufstieg von Düsseldorf in die Bundesliga 1971. Damals gab es noch eine Aufstiegsrunde und ich bin dann regelmäßig ins Stadion gegangen – wenn man beim Flinger Broich überhaupt Stadion sagen kann. Da war ich Fan, das hat mich begleitet und das ist heute noch so.

Und Sie waren 1973 beim vielleicht legendärsten Pokalfinale – zumindest im Rückblick. Netzer wechselt sich selbst ein und macht das Siegtor. War einem das damals schon klar?
Das war einem schon bewusst. Wir kannten den Hintergrund aber nicht, warum er auf der Bank saß und warum er ausgerechnet da kam. Aber das war schon etwas Besonderes. Pokalfinale zwischen zwei Traditionsvereinen mit Gladbach und Köln und dann auch noch im Rheinstadion in Düsseldorf. Was die Dramatik und das Niveau angeht, war das schon eine besondere Partie.

Da sind Sie also ein junger Mann gewesen mit großer Zuneigung zum Fußball, was macht man da logischerweise? Man studiert Jura…
(lacht) Es war eigentlich immer mein Traumberuf, Sportreporter im Radio zu werden. Mich hat das verfolgt und fasziniert. Wenn die Fortuna ein Heimspiel hatte, war ich im Stadion, wenn es ein Auswärtsspiel war, das nicht gerade im Westen stattfand, habe ich vor dem Radio gesessen und mitgefiebert. Mit Stimmen wie Jochen Hageleit, Heribert Faßbender und Co. bin ich groß geworden, hätte das gerne auch gemacht, aber es nie als realistisch betrachtet. Es war eine andere Zeit und es gab keine Studiengänge, mit denen man sich auf so einen Job vorbereiten konnte. Ich musste mich nach dem Abitur und der Bundeswehrzeit entscheiden und es wurde Jura.

Wie kommt dann ein Jura-Student ans WDR-Mirko?
Während des Studiums gab es in einem Begleitheft einen Artikel mit WDR-Chef Kurt Brumme, der beklagte, dass es so wenig Nachwuchs gäbe. Meine Frau hatte den Artikel auch gelesen und gefragt, warum ich da nicht mal hinschreiben will. Ich habe gesagt ‚Was soll dabei herauskommen, ich interessiere mich für Fußball, das ist alles‘. Sie meinte aber, ich solle dann später nicht jammern, ‚Versuch macht kluch‘ und so habe ich einen offenen und ehrlichen Brief geschrieben.

Der ja offenbar gut ankam…
Damals hat der WDR am Freitagabend Probesprechen veranstaltet. Fußballspiele im Westen begannen um 20 Uhr, die Sportsendungen fingen alle erst um 21 Uhr an. Der Kommentator hatte also die erste Halbzeit nichts zu tun. Also hat Kurt Brumme Leute eingeladen, die alle ein paar Minuten kommentieren durften. Der reguläre Kommentator hat es auf Kassette aufgenommen und in die Redaktion mitgenommen. Ich durfte das auch machen bei Köln gegen Bochum, hatte auch ein Tor in meinen sieben Minuten und bin aus dem Stadion gegangen mit dem Gedanken, dass das eine nette Erfahrung war. Zwei Wochen später rief Kurt Brumme an und lud mich ins Funkhaus zum Gespräch.

Jura-Studium aufhören, damit man Kommentator wird – da gab es sicher große Begeisterung in der Familie…
Überhaupt nicht. Ich wurde aber vor eine Entscheidung gestellt. Ich hätte das Studium gerne zu Ende gemacht, aber das mit dem Kommentieren hat gut angefangen. Ich habe immer mehr und immer bessere Spiele bekommen und irgendwann hat Kurt Brumme gemeint: ‚Das ist ja nett mit einem Spiel oder mal zwei pro Woche, aber ich würde dich gerne auch häufiger einsetzen, auch mal Europapokal, wo du auswärts auch mal zwei oder drei Tage unterwegs sein musst!‘ Irgendwann war das dann mit dem Studium nicht mehr kombinierbar. Weil es schon immer mein Traumjob war und ich beim WDR gut voran kam, hab ich mich entschieden, das Studium aufzugeben. Das war sicher mit Risiko verbunden, hat bei meinen Eltern für alles andere als Begeisterung gesorgt und es gab auch die ein oder andere Diskussion, an die ich mich noch erinnern kann. Letztendlich war es doch richtige Entscheidung, damals war es ein Risiko.


Radio war damals noch das große Ding, oder?
Ja. TV-Liveübertragungen von Bundesligaspielen gab es ja nur in absoluten Ausnahmefällen. Wenn man live dabei sein wollte und nicht ins Stadion konnte, war das Radio eine gute Möglichkeit. Die Hörfunkkommentatoren waren damals auch äußerst prominent. Ich kann mich noch an mein erste Konferenz-Schaltung erinnern. Da waren Namen wie Erich Laaser, Werner Hansch und Gerd Rubenbauer oder Armin Hauffe auf der Liste und ganz unten stand der kleine Tom Bayer mit drauf. Und nicht nur der Stellenwert des Radios war anders. Man hatte damals als Kommentator aber auch noch die Chance, sich zu schulen, sich selbst zu verbessern und konnte lernen, mit schwierigen Situationen zu leben, weil es damals völlig normal war, auch mal längere Strecken zu bewältigen und teilweise alleine ganze Spiele zu kommentieren. Etwas, was heute nur noch in großen Ausnahmen im Radio stattfindet, wo eher die Schnipselberichterstattung in vierzig Sekunden gefragt ist. Das macht es für die jungen Kollegen viel schwieriger, sich zu entwickeln. 

Irgendwann kam dann das Fernsehen dazu…
1997 kam Premiere auf mich zu und hat gefragt, ob ich ab und zu mal ein Spiel für das Fernsehen machen könne. Das war natürlich eine neue Erfahrung und eine Ehre. Ich musste beim WDR nachfragen, die fanden es ok, weil ich verdienter Mitarbeiter war. So habe ich dann vielleicht ein Spiel pro Monat gemacht und das lief drei Jahre parallel. 2000 musste ich mich dann entscheiden, weil Premiere mich voll wollte. Auch, weil die Bundesliga-Konferenz eingeführt wurde. Ich habe den WDR-Hörfunk nach 15 Jahren mit mehr als nur einem weinenden Auge verlassen, aber ich wollte das ausprobieren.

Auf den ersten Blick denkt man als Laie, dass das mit dem TV-Kommentar einfacher ist, weil man deutlich weniger sagen muss. Auf den zweiten Blick fällt dann aber auf, dass die Zuschauer*innen im Fernsehen ja auch alles sehen und einem die Fehler überhaupt erst vorwerfen können…
Genau das ist der wesentliche Punkt. Die Kontrollierbarkeit macht den großen Unterschied. Natürlich, wenn dir beim Hörfunk ein großer Fehler passiert, können das die Leute am Abend am TV auch kontrollieren und fragen, was der Bayer da erzählt hat. Im Prinzip war man live im Radio doch unabhängiger, weil der ein oder andere Fehler nicht auffiel oder schnell vergessen war. Im Fernsehen ist man spätestens nach der zweiten Wiederholung auch kontrollierbar. Im Hörfunk kommt es mehr auf die Beschreibung der Situation an, im Fernsehen ist man analytischer, weil der Zuschauer den Ablauf ohnehin sieht.

Viele Kommentator*innen sind auch im Internet sehr präsent. Sie sind da eher ein Ninja, fast komplett unsichtbar. Ist das gewollt?
Ich bin auch privat nicht bei Facebook, Instagram oder Twitter unterwegs, schreibe höchstens mal im Bekanntenkreis WhatsApp. Ich habe mir damals die Frage gestellt, ob ich da mitmachen möchte und sie mit ’nein‘ beantwortet. Ich sage nicht, dass das schlecht ist, aber das muss jeder selbst entscheiden. Ich habe mich beruflich immer als einen Vermittler gesehen – früher zwischen Hörer und Fußballplatz, später zwischen Zuschauer und Fußballplatz. Ich war nie jemand, der sich selbst in den Mittelpunkt gestellt hat. Im fortgeschrittenen Kommentatorenalter musste ich mich dann entscheiden und obwohl es immer wichtiger zu sein scheint, dort vertreten zu sein, habe ich mich bewusst dagegen entschieden.

Bekommen Sie dennoch mit, was da so passiert?
Man wird immer wieder mal kritisiert und das bekommt man dann schon mit. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich verfolge das nicht. Aber bin keiner, der jeden zweiten Tag nachschaut, wo man mich am lautesten verteufelt hat.


Von Ihnen gibt es fernab des FUMS-Arbeitsnachweises unter anderem ein sehr virales Video im Netz. Wenn wir „Reus“ und „2016“ sagen, klingelt es schon, oder?
(Lacht) Ja, das ist sicherlich in 36 Jahren Beruf einer der größten Fehler, die ich gemacht habe. Das war einfach ein Ding, dass ich mit mir auch im nachhinein nicht vereinbaren konnte. Natürlich kann man Entschuldigungen hinzuziehen, Gründe finden, warum das passiert ist, aber das stand schon unter der Überschrift „Darf nicht passieren.“ Ich gebe auch zu, dass ich daran damals eine ganze Weile gekaut habe. In Kollegenkreisen wurde ich gar nicht so oft angesprochen, weil auch jeder weiß, dass das so passieren kann. Aber wenn ich schaue, dass ich grob 2.500 Spiele kommentiert habe, war das der größte Fehler, den ich gemacht habe. Ich habe mal auf dem Aachener Tivoli ein Spiel kommentiert zwischen Aachen und Braunschweig, das ging 2:2 aus, das war so nebelig, dass ich von vier Torschützen drei Falsch hatte – aber da hat nicht mal der Stadionsprecher die Namen gesagt. Da bin ich auch betroffen nach Hause gefahren. Aber das Reus-Ding war schon der größte Fehler.

Was ist das Karriere-Kuriosum, dass Tom Bayer gerne auf Familienfeiern erzählt?
Es gibt natürlich viele nette Geschichten, vor allen Dingen aus den Zeiten, die schon länger zurückliegen. Anfang der 90er fing die Bundesliga-Sendung um 15 Uhr an, die Spiele um 15.30 Uhr. Damals kam man auf die Idee, routinierte Spieler beim Aufwärmen an den Spielfeldrand zu bitten und letzte Eindrücke vor dem Anpfiff zu holen. Die meisten Spieler wollten sich auf das Aufwärmen konzentrieren, aber ein paar war das auch egal, was der Trainer sagte. Wenn Typen wie Uli Stein oder Pierre Littbarski Bock hatten, dann machten die das. Du hast den Arm gehoben, Stein kam aus dem Tor, drei Fragen und Uli Stein ging zurück. Irgendwann hatte ich das Spiel Bochum gegen Saarbrücken und sollte das mit Wolfram Wuttke machen. Den hatte ich unter der Woche angerufen, er hatte zugesagt und als ich ihn am Bus ansprach, stieg er aus und sagt, dass das der Trainer – Peter Neururer damals – nicht so toll fände. Er meinte dann, wir sollen das Mikrofon mal aufbauen. Es war 15.10 Uhr, er kam und fragte, wo ich später kommentieren würde. Also zeigte ich ihm meinen Platz unter dem Dach und er sagt „Dann gehen wir jetzt da hin. Der Neururer meinte ja nur, ich solle keine Interviews am Spielfeldrand geben….“ 

Sie haben vier Jahrzehnte Einblick in die Branche. Wo sagen Sie heute „Das war meine Zeit“?
Das angesprochene Pokalfinale 1973 habe ich vor ein paar Jahren noch mal im Fernsehen gesehen. Wenn man sieht, wie der Fußball sich in dieser Zeit entwickelt hat, dann ist das schon enorm. Damals konnten sich die Fußballer nach dem Anspiel noch zwei oder drei Mal um die eigene Achse drehen und nach dem Mitspieler schauen, der am besten steht. Die Zeit hast du heute nicht mehr, die physischen Anforderungen sind auch ganz anders. Insofern würde ich nicht sagen, dass vor 20 Jahren schönerer Fußball gespielt wurde, aber was die Atmosphäre angeht, auch beim Arbeiten und auch in Sachen „Wie nah war man dran“, da waren schon die 90er die beste Zeit. Für die ARD habe ich im Hörfunk auch viel Nationalmannschaft gemacht, unter anderem das EM-Finale 1996 kommentiert. Das war eine Zeit, da war man ziemlich nah dran, es gab mehr persönlichen Kontakt, Einzelinterviews waren leichter zu bekommen. Beruflich war das vielleicht die schönste Zeit.

Sie hatten zwei Arbeitgeber in 36 Jahren und sind eher so der Francesco Totti unter den Kommentator*innen…
Ich betrachte das als Glück. Ich will nicht sagen, dass ich stolz darauf bin, aber sehr froh, dass ich in diesen 36 Jahren nur diese zwei Arbeitgeber hatte. Ich war immer sehr zufrieden und habe nie den zwanghaften Drang verspürt, etwas neues zu machen. Grundvoraussetzung ist, dass die Arbeitgeber auch zufrieden waren. Ich hatten zwischendurch das eine oder andere Angebot und es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, ich hätte mir keine Gedanken gemacht. Ich bin aber geblieben und habe das nie bereut. Wenn man so tickt wie ich, wird das in Zukunft deutlich schwieriger in diesem Beruf werden. Zum einen überhaupt 36 Jahre am Stück zusammenzubekommen, erst Recht dass man dann sagen kann, man hätte nur zwei Arbeitgeber gehabt.

Als Sie angefangen haben, konnte man Fußball nur hören, heute kann man ihn teilweise nicht sehen, weil man sich das fünfte Abo nicht leisten kann.
Die Entwicklung hat sich so ergeben. Der Erfolg der letzten Jahre zeigt, dass es offenbar viele Leute gibt, die viel Fußball sehen wollen. Umgekehrt wird auch ein Schuh draus. In den frühen 70er und 80er Jahren hat man gespannt in die Tageszeitung geschaut, ob das Halbfinale im Europapokal der Landesmeister im TV übertragen wird oder nicht. Die Sorgen muss man sich heute nicht mehr machen. Jeder, der es sehen will und bereit ist, den ein oder anderen Euro zu bezahlen, der kann das. Ich sehe das als eine Verbreiterung des Angebots. Dass das im Laufe der Zeit immer komplizierter wird, weil ein Abo nicht mehr reicht und man sich entscheiden muss, was man macht und was nicht, das ist dann wieder eine andere Geschichte.

Wie schwer fällt der Abschied von dieser Bühne jetzt gerade in diesen Pandemie-Monaten?
Das war keine Entscheidung aus dem Bauch heraus. Ich habe mir das 2020 in Ruhe überlegt und das war auch keine Entscheidung, die in vier Wochen gefallen ist. Da hat man dann über Monate überlegt, was für das Aufhören und was für das Weitermachen spricht und am Ende stand für mich persönlich auf dem Zettel, dass es mehr Gründe für das Aufhören gibt. Ich werde jetzt aber nicht so tun und sagen, dass es mir leicht fällt Schluss zu machen. Das war mein Traumjob. Ich habe das 36 Jahre lang mit vollem Herzblut getan und mit viel Begeisterung für die Materie und den Sport. Ich würde auch lügen, wenn ich sagen würde, da wäre nie ein Kribbeln. Gerade als Livekommentator. Diesen Kick hat es bei mir immer gegeben. Ich hatte immer Angst, dass irgendwann mal so viel Routine kommt, dass ich sage ‚Ja, gleich 15.30 Uhr, gib mal die Aufstellung rüber‘. An den Punkt bin ich zum Glück nie gekommen und natürlich werden mir ab August Dinge fehlen. Weil ich das eben so gerne getan habe. Dieser Live-Kick wird mir fehlen, das habe ich aber alles einbezogen und ich wollte den Zeitpunkt, Schluss zu machen, auch gerne selbst bestimmen und so, dass auch einige Leute vielleicht sagen: „Schade, dass der jetzt Schluss macht“ und nicht „Gott sei Dank hört der auf!“

Gibt es jetzt schon fünf neue Gartenbeete hinter dem Haus oder was sind die Projekte, die Tom Bayer jetzt angeht?
Ich habe mir noch gar nicht so viele Gedanken gemacht. Manche Trainer legen ein Sabbat-Jahr ein, für mich soll es eher ein halbes Jahr sein, wo ich mir mal Gedanken machen möchte. Was ich aber schon weiß ist, dass ich dem Fußball für alles, was er mir gegeben hat, gerne etwas zurückgeben möchte. Das heißt in aller erste Linie ehrenamtlich und ohne das Portemonnaie dafür aufzuhalten. Was das genau ist, wird man sehen – das kann im Amateurbereich oder in der Bundesliga sein. Wenn ich da zum Beispiel das ein oder andere Spiel für Sehbehinderte kommentieren darf, wäre ich sehr aufgeschlossen. Mir hat der Fußball ganz viel bedeutet, macht er noch immer und das wird auch so bleiben.

Wenn Sie sich ein letzte Spiel backen dürften – Stadion, Verein, Ergebnis – was wäre das?
Pokalfinale Fortuna Düsseldorf gegen Bayern München 6:5. Das Ergebnis hat es schon einmal in der Bundesliga gegeben, das würde ich wieder so nehmen.

Vielen Dank.

(Das Interview führte FUMS-Redaktionsleiter Thomas Poppe)


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