Zurück zum BVB? Super, Mario!

Poppe wieder! Was ist das nur für 1 Transfer? Mario Götze zurück zum BVB dürfte der Deal des Sommers sein – trotz all der anderen Granaten, die FCB, BVB, S04 und die TSG Hoffenheim (Sandro Wagner, hallo?) so verpflichtet haben. Unser Autor Thomas Poppe findet, für Götze ist das der richtige Schritt – und hofft auf eine neue gute Zeit in Dortmund für einen der besten deutschen Kicker.


Hätte vor drei Jahren jemand einen Euro darauf gewettet, dass Mario Götze noch einmal seine Schuhe für den BVB schnürt, er wäre jetzt wohl reich genug um sich einen Fußzeh von Ronaldo zu kaufen! Dabei ist die Rückkehr zur alten Liebe vielleicht sogar der einzig sinnvolle Schritt für die Karriere des 24-Jährigen.

Weil Mario Götze am Ende vielleicht auch einfach nur ein Junge wie du und ich ist, der Bock auf Fußball hat.

Ja, ich verstehe die BVB-Fans, die noch keinen Frieden mit der Rückkehr des verloren Judas machen können. Aber betrachten wir die Sache mal ohne #EchteLiebe und dafür mit #MachtSinn: Götze passt in den neuen BVB wie ein Juninho-Freistoß in den Winkel. Er passt in die Spielphilosophie von Thomas Tuchel. Er versteht sich mit Marco Reus, als hätten sie zusammen schon den Mofa-Führerschein gemacht. Er kennt die Liga, den Verein, die Fans, die Gegner und muss sich nicht lange einfinden oder am Ende feststellen, dass die Bundesliga nicht so seine Welt ist. 24 Jahre, fünf Mal Meister, drei Mal Pokalsieger. Weltmeister. Das alles und dazu noch die vielen Transfermillionen auf dem BVB-Konto und ein Preis, der für einen deutschen Nationalspieler unter 25 kaum schlagbar ist? Sir Kalle, take my money!

Fernab der Vernunft bleibt natürlich das Fan-Herz, dass das Götze-Theater mit einer Ehefrau vergleicht, die vor drei Jahren den Gatten mit den Kinder hat sitzen lassen um anderswo Party zu machen, während der Mann das Haus abbezahlt. Und dennoch ist es eben auch #EchteLiebe, dieser Frau die Tür zu öffnen, wenn sie nach drei Jahren weinend und reumütig anklopft. Die Party, die sich Mario Götze unter DJ Guardiola erhoffte, fand nie wirklich statt. Warum Pep das Megatalent so schnell links liegen ließ, wird immer sein Geheimnis bleiben. Dabei lieferte Götze – wenn er denn spielte – fast immer ab. Ein halb geschliffener Rohdiamant vor die Säue geworfen.

Und jetzt, nach drei Jahren in München, kann er nur noch zu Teams wechseln, die ähnlich viel Starpower haben wie die Bayern. Inklusive Angst vor neuer Abstellgleiserfahrung. Oder eben zum BVB.

Susi, take me home! Natürlich lief das alles unschön, ja eigentlich schon dämlich, ab. Damals, als Mario auszog, um der neue Messi zu werden. Da war der Treueschwur noch nicht mal fertig gesprochen, da kam schon die Pushnachricht vom Wechsel an die Isar durch. Und jetzt steht ein geläuterter Kerl mit 24 Jahren auf dem Borsigplatz, spricht offen von einem Fehler (was soll er sonst auch machen) und will mit Leistung überzeugen. Liebe BVB-Fans, gebt dem Jungen eine Chance. Seid kritisch, aber fair. Macht keine zweite #KoanNeuer-Kampagne daraus, wie sie schon in München peinlicher nicht ging.

Für einen 21-Jährigen mit Götzes Qualitäten war der Wechsel nach München – fernab von #EchteLiebe – ein richtiger Schritt. Der Wechsel zum BVB ist jetzt für ihn kein Schritt zurück, sondern einer nach vorne. Er bringt Charakterzüge wie Demut, Reue und Wille in Götze zum Vorschein, die er damals in der Form vielleicht noch nicht zeigen konnte.

Götze ist erwachsener geworden.
Kein Mario mehr, aber auch noch nicht Herr Götze.

Am Ende ist dieser Götze – das vergisst man bei all dem sterilen Profigeschäft schnell – auch nur ein junger Mann, der gut Fußball spielt und dafür ziemlich geil bezahlt wird. Einer, der vor drei Jahren ein gutes Jobangebot hatte und sich traute. Einer, der sich vielleicht von den falschen Freunde beraten ließ. Einer, der jetzt nach einer durchzechten Partynacht mit Brummschädel neben einer anderen Frau aufwachte und voller Reue bei seiner #EchtenLiebe um eine zweite Chance bittet. All you need ist love. Viel Erfolg beim BVB, Mario!


Von Thomas Poppe
(kann nicht geil kicken, wird nicht geil bezahlt, dafür aber in der Redaktion auch nicht ausgebuht und konsequent mit „Herr Poppe“ angesprochen, Anm. d. Red.)

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