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Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Mittwoch bestätigte, wird Schiedsrichter Felix Zwayer am Wochenende nach zweimonatiger Pause wieder auf den Platz zurückkehren. Der 41-Jährige Referee hatte sich nach öffentlichen Anfeindungen infolge des Topspiels Bayern München gegen Borussia Dortmund selbst eine Pause auferlegt. 


„Man gibt einem Schiedsrichter, der schon mal Spiele verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest du?“ waren die Worte des 17-jährigen Jude Bellingham kurz nach dem verlorenen Topspiel gegen den FC Bayern München Anfang Dezember. Damit spielte der BVB-Star auf die Verwicklung Zwayers in den Skandal um Robert Hoyzer an. Hintergrund waren viele kritische Entscheidungen des Referees im Spiel gegen den Rekordmeister. Unter anderem wurde ein strittiger Handelfmeter gegeben, der die Bayern zum 3:2 Sieg verhalf. Zwar kündigte der DFB daraufhin eine Untersuchung der getätigten Aussagen Bellinghams an, doch der öffentliche Druck auf den Unparteiischen wuchs stetig weiter. Neben Bellingham (und logischerweise den Fans) machten auch weitere BVB-Beteiligte, wie etwa Erling Haarland oder Sportdirektor Michael Zorn ihren Frust öffentlich. „Auf meinem dienstlichen E-Mail-Account sind zahlreiche Nachrichten eingegangen, die unglaublich sind und mit denen es sehr schwer ist, umzugehen und diese zu ignorieren“, so Zwayer in einem Interview bei Sky. Die Anfeindungen gingen so weit, dass Zwayer Morddrohungen erhielt. Daraufhin entschied der Referee für sich und seine Familie eine Auszeit zu nehmen, um die Geschehnisse zu verarbeiten und über seine weitere Karriere nachzudenken.

Nun wird Zwayer aber wieder zurückkehren, das bestätigte der DFB am heutigen Tage. Bereits am kommenden Wochenende wird er wieder als Unparteiischer in den höchsten deutschen Ligen zur Verfügung stehen. „Ich fühle mich wieder gut, neu orientiert, gestärkt und sicher“, sagte Felix Zwayer. Zudem habe er die Auszeit „nach [den] sehr belastenden Geschehnissen und Momenten für meine Familie und mich genutzt, um wichtige Themen aufzuarbeiten und mich und die Situation zu sortieren“. Er blicke nun mit „voller Vorfreude und mit viel Rückenwind aus der gesamten Fußballgemeinschaft“ der Fortführung seiner „großen Leidenschaft“ entgegen.

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