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Auf der Pressekonferenz vor dem Topspiel gegen den BVB wurde Bayern-Trainer Julian Nagelsmann darauf angesprochen, ob seine Spieler nach dem möglichen Titelgewinn einen Gang zurück fahren würden. Seine Antwort sorgte für Unverständnis bei der Feuerwehr – mit einem persönlichen Besuch hat sich der Bayern-Trainer nun entschuldigt.


Diese Antwort auf der Pressekonferenz brachte den Stein ins Rollen: „Das ist ja auch unser Beruf. Wir sind ja nicht ehrenamtlich unterwegs. Wir können uns nicht entscheiden. Wir haben Bock zu haben! Wir sind nicht bei der Freiwilligen Feuerwehr Südgiesing, sondern beim FC Bayern München. Und da geht’s drum, dass man in jedem Spiel versucht, eine ordentliche Leistung abzuliefern.“

Das kam bei der Feuerwehr allerdings nur so mittelmäßig gut an…

Johann Eitzenberger, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Bayern sagte gegenüber der Bild: „Wir sind bestürzt über die Äußerung, weil sie das Engagement unser Retter diskreditiert. Wir laden Herrn Nagelsmann gerne ein, sich mal eine Wache der Freiwilligen Feuerwehr in Bayern anzuschauen, um mögliche Missverständnisse auszuräumen.“

Auch Hartmut Ziebs, Ex-Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, kritisierte die Aussage gegenüber der Bild: „Im Gegensatz zu hoch bezahlten Fußballprofis haben die Feuerwehrleute im Einsatz nur eine Chance, um Menschenleben zu retten. Für uns gibt es kein Rückspiel. Die mehr als eine Million ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Deutschland liefern täglich unbezahlt eine Höchstleistung ab.“

Nagelsmann entschuldigt sich

Kurz vor dem Spiel gegen den BVB entschuldigte sich Julian Nagelsmann am Mikrofon von Sky: „Ich bin der Letzte, der ein Ehrenamt oder die Feuerwehr diskreditiert. Ich entschuldige mich bei allen, die es in den falschen Hals bekommen haben.“

Nun stattete der Bayern-Trainer der Münchner Feuerwehr einen Besuch ab und entschuldigte sich auch vor Ort.

Claudius Blank, Stadtbrandrat und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr München, nahm die Entschuldigung stellvertretend an: „Wir nehmen Ihre Entschuldigung selbstverständlich an und wissen es zu schätzen, dass Sie sich vor Ort die Zeit für uns genommen haben.“

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