Alternative zu Spieler verkaufen? Banküberfall!

Tag 1 nach dem HSV-Abstieg. Gerhard Delling lud im NDR Sportclub zur Nachbesprechung und gekommen ist Bernd Hoffmann. Und so wurden die Zuschauer am späten Sonntagabend Zeuge, wie Delling den HSV-Boss LIVE ganz eng rannahm. Knackige Fragen, brisante Zwischengrätschen und dazu die nötige Portion Humor. Quasi ganz nach unserem Geschmack. Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis ist raus. Für die Zwischenzeit gibt es hier das Interview im Fast-Wortlaut oder wie Andere sagen würden: Der Gerhard Delling-Arbeitsnachweis! Well Dell ähhh…well done!



Bernd Hoffmann:
Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, die auch im wirtschaftlichen Bereich liegen. Wir müssen die Kosten in den Griff bekommen.

Gerhard Delling: Da kommt Kühne natürlich wieder ins Spiel….
 
Hoffmann: „Ne da kommt ausnahmsweise nicht sofort Kühne ins Spiel. Weil das ist eine zu leichte Regel: Immer wenn es uns schlecht geht, rennen wir zu Kühne und sagen: Uns ist leider ansonsten nix eingefallen…
 
Delling: Was ist die Alternative? Spieler verkaufen?
 
Hoffmann: Ne, die Alternative ist, dass wir uns die eine oder andere sonstige Idee und kreative ähm…Art und Weise der Finanzierung eines Fußballvereins…..
 
Delling: Banküberfall.
 
Hoffmann: Das ist dann Ihre…..es ist ganz gut, dass Sie den Fußballklub nicht managen. Das wäre mir bisschen zu leicht oder zu gefährlich. Auf jeden Fall müssen wir von Kühne im Kopf unabhängiger werden. Wir sind heilfroh, dass er uns in der Vergangenheit unterstützt hat.
 
Delling: Ja, aber macht er weiter?
 
Hoffmann: Was meinen Sie denn in dem Zusammenhang mit „Er macht weiter?“
 
Delling: Also er gibt weiter Geld?
 
Hoffmann: Herr Kühne hat mehr als 100 Millionen Euro mittlerweile schon in den Verein investiert. In unterschiedlichen Konstruktionen.
 
Delling: Und da hat er gesagt: Ich hab ruhig noch paar mehr….
 
Hoffmann: Aktuell ist er größter Einzelgesellschafter der HSV Fußball AG. Und das wird er auch bleiben. Alles Weitere werden wir nicht in der Öffentliichkeit diskutieren.
 
Delling: ich wollt gar nicht diskutieren, ich wollt nur kurz wissen: Hat er gesagt….wir machen das?!
 
Hoffmann: Bernie, wir machen das – hat er nicht gesagt, nein. Das kann ich Ihnen sagen. Sondern wir haben vereinbart, dass wir weiter im Gespräch bleiben.
(…)
 
Delling: Lassen Sie uns noch ganz kurz sprechen: Was heißt das für die Mannschaft? Bleibt ein Lewis Holtby?
 
Hoffmann: Das – ich bin Aufsichtsratsvorsitzender, wie sie bereits festgestellt haben – sind die Gespräche, die im Vorstand geführt werden.
 
Delling: Das ist ja eher von der Kasse abhängig. Der Trainer würde ihn gerne behalten. Die kennen sich gut, er hat jetzt gut gespielt, es geht ja nur ums Geld. Bleibt er oder bleibt er nicht?
 
Hoffmann: Naja, also dennoch ist das ja ein Gesamtkunstwerk. (…) Natürlich will man solche Spieler – wenn Trainer und sportliche Leitung einer Meinung sind, wir sollten die behalten, müssen sie zu wirtschaftlichen Konditionen der 2. Liga gebunden werden.
 
Delling: Freuen Sie sich auf Pierre-Michel Lasogga? Oder können Sie uns hier zumindest schon mal sagen, wer definitiv bleibt? Wer ist denn das Korsett dieser Mannschaft?
 
Hoffmann: Also…auch das….da möchte ich den Gesprächen von Sportvorstand, Trainer und Sportlicher Leitung nicht vorgreifen. Sie können sicher sein, wir werden eine hochattraktive Mannschaft nächste Saison aufs Feld schicken.
 
Delling: Dann möchte ich sie entlassen, weil iich glaube, sie müssen ganz schnell anfangen.
 
Hoffmann: Das ist eine gute Idee.
Delling: Ich wünsche ihnen alles Gute.

Finaler Handschlag, Applaus. Delling, du Teufelskerl. Bockstark gemacht vom ARD-Routinier, dem mit Hoffmann allerdings auch ein Gesprächspartner gegenübersaß, der einem angeschlagenen Boxer – pardon: einem frisch niedergestrecktem Boxer glich. Doch trotz der Weltuntergangsstimmung beim HSV: Hoffmann nahm den Talkshow-Auftritt wahr und parierte so souverän wie eben als HSV-Boss möglich.

(csa) | Fotos: Screenshots NDR

 

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