Keeperkolumne: Throwback: Als Bundesligisten noch eigene Spielbälle hatten

In dieser Woche nutzt unser Kolumnist Timo Hildebrand die Länderspielpause, um sich mit einem Thema zu beschäftigen, das im hektischen Bundesliga-Alltag gerne mal zu kurz kommt: Das Spielgerät selbst sprich: Der Fußball. Und vor allem seine Entwicklung in der Liga. Aktuell wird mit derbystar gekickt, doch das war ja nicht immer so…


Ich komme ja noch aus einer Zeit, wo jeder Bundesligist mit seinem eigenen Ball gespielt hat. Steinzeit sozusagen. Da haben wir in den Wochen vor einem Auswärtsspiel immer mit dem jeweiligen Spielgerät der Heimmannschaft trainieren müssen, um uns dran zu gewöhnen. Hannover hatte damals eine Steinpille, da war ich froh, wenn ich das Ding beim Abschlag über die Mittellinie gebracht habe. Unser Ball beim VfB Stuttgart war natürlich immer super gut… 😉

Für uns Torhüter waren die unterschiedlichen Bälle ein Riesenthema. Jeder Ball hatte seine Eigenarten, bei unglücklichen Gegentoren konnte man da die Schuld schon mal ganz gut von sich weisen und sie dem Flatterball in die Schuhe schieben. Heute ist das nicht mehr so einfach, durch den einheitlichen Spielball hat sich das schon stark verbessert. Für alle Keeper dürfte das eine Erleichterung sein, man kann sich einfach besser drauf einstellen.

Früher sind Tore gefallen, die jeder normale Torwart hätte verhindern können

Diese Entwicklung von 18 verschiedenen Spielbällen hin zu einem einheitlichen Spielball verlief schon ziemlich rasant. Lange stellte adidas zuletzt den Bundesliga-Ball, jetzt ist es der derbystar. Ich muss sagen: Auch die adidas-Bälle hatten teilweise recht unberechenbare Flugkurven. Gerade bei Weitschüssen fiel das auf: Als Keeper denkst du: Der Ball geht in die Ecke und dann bist du auf dem Weg dorthin und plötzlich dreht sich die Kugel nochmal in die andere Richtung. Das ist dann natürlich undankbar, wenn das ganze Stadion denkt: „Den muss er eigentlich haben.“

Wie dem auch sei, am Ende musst du den Ball halten. Qualität oder Beschaffenheit dürfen natürlich nie eine Ausrede sein, auch wenn man als Torwart Bücher drüber schreiben könnte. Damit das aber hier kein Buch wird, ist an dieser Stelle jetzt auch Schluss. Bis zur nächsten Woche!


Foto: spooney.de

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