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Eine kleine Ära geht zu Ende: Divock Origi verlässt den FC Liverpool. Wichtige Tore prägten seine Zeit an der Anfield Road, aber auch wenig Spielzeit nach einem verheißungsvollen Beginn. Sein nächstes Abenteuer wartet wohl in Italien.


Die Spatzen zwitschern es von den Dächern, bzw. der berühmteste Spatz tut es: Wie Fabrizio Romano („Here we go!“) auf Twitter berichtet, wird Divock Origi den FC Liverpool zum Sommer verlassen und seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Im Juli 2014 verpflichtete der damals noch von Brendan Rodgers trainierte Club den damals 19-Jährigen für eine kolporiterte Summe von knapp 12 Millionen Euro vom OSC Lille.

Doch es ging damals per Leihe direkt wieder zurück nach Nordfrankreich, ehe er zur Saison 15/16 bei den Reds blieb und am 12. September 2015 seinen ersten Pflichtspieldebut feiern durfte: Beim 1:3 bei Manchester United kam er für Danny Ings auf den Platz. Mit einem Hattrick erzielte der Belgier am 02. Dezember beim 6:1 im Viertelfinale des League Cups gegen Southampton seine ersten Pflichtspieltore.

2016/17 kam er 34 von 38 Premier-League-Spielen zum Einsatz (7 Tore, 4 Assists), ehe es in der Saison 17/18 per Leihe nach Wolfsburg ging. Dort lief es für ihn eher dürftig: In 31 Spielen traf er 6 Mal, am Ende musste er mit den Wölfen in die Relegation. Dort erzielte er im Hinspiel zu Hause gegen Holstein Kiel (3:1) einen Treffer und legte einen vor, mit dem 1:1 bei den Störchen hielt man die Klasse. Nach seiner Rückkehr nach England konnte er sich aber im Team von Jürgen Klopp nicht mehr durchsetzen.

Origi mit beeindruckenden Zahlen für den FC Liverpool

Insgesamt kommt Origi für den FC Liverpool auf 171 Einsätze, in denen er 40 Tore erzielte und 17 Vorlagen gab. Unvergessen bleibt er für seine beiden Kisten beim „Wunder von Anfield“ im Champions-League-Halbfinalrückspiel gegen den FC Barcelona: Mit einem 3:0 im Rücken reisten die Katalanen an, ehe Divock Origi die Reds schon in der 7. Minute in Führung brachte. In der 79. Minute krönte er schließlich die Aufholjagd und donnerte eine schnell ausgeführte Alexander-Arnold-Ecke zum 4:0 in den Winkel. Die Anfield Road bebte und im anschließenden Finale knapp drei Wochen später gegen Tottenham erzielte Origi den 2:0-Endstand.

Nun ist die Zeit des Belgiers in England vorbei. Doch laut Fabrizio Romano steht schon ein neuer Verein bereit: Der AC Mailand soll Interesse an ihm haben. Sie seien „zuversichtlich“ und arbeiten schon an ein einem Deal. Für beiden Seiten würde der Transfer durchaus Sinn machen. Origi könnte sich in einer Topliga beweisen und ist mit 26 Jahren im besten Alter, noch einmal durchzustarten. Die Rossoneri haben zwar mit Ibrahimovic und Olivier Giroud zwei Legenden im Sturm, die jüngsten (40 und 35) sind sie allerdings auch nicht mehr. Mit Origi käme ein Stürmer mit jahrelanger Premier-League- und CL-Erfahrung – und einer der bewiesen hat, in großen Spielen da zu sein, wenn man ihn braucht.

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