Picture Alliance

Aufgrund des gewaltsamen Einmarsches der russischen Armee in die Ukraine wird der polnische Verband die WM-Qualifikation gegen Russland boykottieren.


Am Samstagmittag teilte der polnische Fußballverband mit, „aufgrund der Aggression Russlands gegen die Ukraine“ nicht an der Play-Off-Runde der WM Qualifikation teilnehmen zu wollen. Die polnische Auswahl hätte eigentlich am 24. März nach Moskau reisen müssen, um dort gegen die russische Nationalmannschaft zu spielen.

Verbandspräsident Cezary Kulesza begründete die Entscheidung so: „Keine Worte mehr, Zeit zu handeln! Aufgrund der Eskalation der Aggression der Russischen Föderation gegenüber der Ukraine beabsichtigt die polnische Nationalmannschaft nicht, das Play-off-Spiel gegen Russland zu bestreiten. Das ist die einzig richtige Entscheidung. Wir befinden uns in Gesprächen mit den Schweden und Tschechen, um der FIFA eine gemeinsame Position vorzulegen.“

Infantino: FIFA plant zunächst keine Sanktionen gegen Russland

FIFA-Präsident Gianni Infantino plant nach dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine vorerst keine Sanktionen gegen Russland. Auch die Spiele in der WM-Qualifikation sollen planmäßig Ende März über die Bühne gehen.

Auf einer Pressekonferenz verkündete der FIFA-Chef am Donnerstag: „Die FIFA verurteilt die Anwendung von Gewalt durch Russland in der Ukraine und jede Art von Gewalt zur Lösung von Konflikten.“ Zu deutlicheren Worten konnten ihn die Journalisten jedoch nicht hinreißen, schließlich gilt die Verbindung zwischen Infantino und Russlands Präsident Putin als eng – auch bei der Siegerehrung der WM 2018 in Russland standen die beiden Akteure gemeinsam auf der Bühne.

Für die Play-Off-Phase der WM-Qualifikation, die am 24. und 29. März in Europa gespielt werden soll, deuten sich jedoch bereits große Probleme an: Sowohl das polnische Team, welches im ersten Spiel nach Russland reisen müsste als auch die beiden eventuellen Final-Gegner Schweden und Tschechien verweigern in einem gemeinsamen Brief an die FIFA die Einreise nach Russland und bitten um Verlegung der Spiele.

Auch die ukrainische Mannschaft müsste theoretisch Ende März ihr Play-Off-Spiel in Schottland bestreiten. Dass diese Partie in wenigen Wochen tatsächlich stattfinden wird, dürfte als ausgeschlossen gelten.

Jetzt sag doch auch mal was!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


design&umsetzung: stark&kreativ