Klingt ein bisschen unwirklich, ist aber tatsächlich wahr: Sollte sich RB Leipzig heute Abend gegen Paris Saint-Germain durchsetzen, steht das Team von Julian Nagelsmann im Endspiel der UEFA Champions League. Deswegen drängt sich so langsam die Frage auf: Dürfte sich Timo Werner bei einem Final-Triumph eigentlich auch als Gewinner der Königsklasse bezeichnen?


Nach Ablauf der Bundesliga-Saison entschied sich Timo Werner bekanntlich für einen Wechsel zum FC Chelsea und stand den Leipzigern im Final-Turnier der Champions League in Lissabon nicht mehr zur Verfügung. Aber: Dürfte er sich bei einem Erfolg von RB im Endspiel trotzdem als Sieger des Wettbewerbs bezeichnen? Schließlich hat er mit seinen Toren in der Gruppenphase und im Achtelfinale gegen Tottenham maßgeblich zum Erreichen der Endspiele beigetragen.

Das sieht auch sein Agent Karlheinz Förster gegenüber dem Portal t-online.de so: „Die Frage kommt für mich völlig überraschend. Aus meiner Sicht hat Timo mit seinen Toren und Vorlagen in den acht Spielen natürlich einen großen Anteil daran, dass Leipzig so weit gekommen ist.“

Eine Nachfrage von t-online.de bei der UEFA ergab darüber hinaus die Erkenntnis: Es gibt keine eindeutige Regelung, wie viele Partien ein Spieler im laufenden Wettbewerb gemacht haben muss, um offiziell als Sieger bezeichnet zu werden. Ob ein Spieler am Ende eine der begehrten 40 Medaillen bekommt, die der Verband zur Verfügung stellt, dürfen die Vereine selbst entscheiden.

Klar sein dürfte, dass der Verein Werner auch eine entsprechende Prämie zahlen müsste, wenn er als einer glorreichen Spieler in die Vereinshistorie eingeht, die den Henkelpott nach Sachsen geholt haben. Auf eine Nachfrage von t-online.de antwortete der Klub jedoch zurückhaltend: „Wir bitten um Verständnis, dass wir keine Angaben zu Spielern machen zu können, die seit sechs Wochen nicht mehr in unserem Kader stehen.“ Wenig überraschend.

Prominente Beispiele, bei denen die Lage ähnlich kompliziert, wie jetzt bei Werner war, gibt es einige: 2015 wechselte beispielsweise André Schürrle im Winter aus London zum VfL Wolfsburg. Die Blues gewannen im folgenden Mai die Premier League, während Schürrle sich mit den Wölfen den DFB Pokal sicherte. Am Ende durfte er sich beide Titel in den Lebenslauf schreiben, da der Stürmer die für die englische Medaille geforderten fünf Einsätze für Chelsea bereits in der Hinrunde absolviert hatte.

Diese Regel mit den Mindesteinsätzen gibt es bei der UEFA offenbar nicht – RB Leipzig entscheidet also selbst, ob Werner im Falle des Falls eine Medaille erhält und sich ganz offiziell als Champions League-Sieger bezeichnen darf. Angesichts der herausragenden Leistungen in den letzten Jahren für den Klub, sollte das jedoch eigentlich eine Selbstverständlichkeit darstellen.

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  1. So ein bescheuerten Text hab ich noch nie gelesen. Das is ja Schlimmer als die BILD. Macht mir diese Seite hier sofort unattraktiv für die Zukunft. Schade.

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