Oliver Mintzlaff
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Der DFB-Pokal-Sieger sucht schon lange nach einem neuen Sportdirektor. Im Juli sollte er eigentlich präsentiert werden, der Termin ist bei RB Leipzig aber nun vom Tisch.


Seit Mai 2021 steht RB Leipzig ohne Sportdirektor da: Damals machte sich Markus Krösche auf zu Eintracht Frankfurt, gewann am Ende der Saison 2021/22 mit den Hessen die Europa League. Interimsweise übernahm RB-Boss Oliver Mintzlaff das Geschäft.

Und würde es eigentlich gerne wieder abgeben. Doch daraus wird so schnell nichts: Wie die „Leipziger Volkszeitung“ meldet, kommt der neue Sportdirektor erst in einigen Wochen, statt wie geplant Anfang Juli. Doch für die Leipziger gibt es immerhin auch was Positives.

Berühmter Name zu RB Leipzig?

Denn es soll nun auch feststehen, wer den vakanten Posten in Sachsen annimmt. Bisher gab es noch keinen festen Namen. Der Bericht erwähnt, dass man eigentlich schon Einigkeit mit jemandem hatte, der im Juli hätte präsentiert werden sollen. Der DFB-Pokalsieg soll aber einen Schub gegeben haben – und nun einen neuen Sportdirektor hervorgebracht haben, der „unerreichbar schien und plötzlich doch zu haben war“.

Wer genau der Mann sein soll ist nicht klar. Kommt ein großer Name in die Bundesliga? Bekannt ist nur, dass er nicht im Juli anfangen kann, sondern erst sechs bis acht Wochen später, Richtung September. Ob er bis dahin einen Einfluss auf etwaige Transferbewegungen der Leipziger haben wird bleibt also offen.

Schalke-Trauma? Deshalb verlängert Tedesco nicht bei RB Leipzig

Domenico Tedesco kam, sah und siegte mit dem Leipziger Bundesligisten. Seine Trainerstationen, auf Schalke zum Beispiel, waren aber nicht immer von Erfolg geprägt. Daraus scheint er gelernt zu haben.

Seit Dezember 2021 ist Domenico Tedesco Trainer bei Rasenballsport Leipzig. Bilanz seitdem: Stabilisiert, Champions-League-Quali, DFB-Pokalsieg eingefahren. Grund zu Jubel, Trubel, Heiterkeit in Sachsen also. Oder?

Bei Trainer Domenico Tedesco nicht. Oftmals werden nach guten Saisons oder großen Erfolgen Trainerverträge vorzeitig verlängert, der Hype innerhalb des Vereins ist oftmals groß. So war das auch bei Schalke 04 im Sommer 2018.

Nicht denselben Fehler bei RB Leipzig machen

Mit 63 Punkten wurde man Vizemeister, qualifizierte sich für die Champions League, alles war toll in Gelsenkirchen. Logische Konsequenz: Vertragsverlängerung mit dem Trainer. Danach wendete sich das Blatt, der Saisonstart war nicht gut. Am Ende flog Tedesco im März 2019 nach fünf Niederlagen in Folge und einer herben 0:7-Klatsche in der CL gegen City und auf Platz 14 in der Bundesliga liegend.

Das sei nun der Grund, weshalb eine Vertragsverlängerung bei Leipzig zur Zeit nicht in Frage käme: „Ich will jetzt keine bösen Geister rufen oder abergläubisch klingen: Aber wir haben jetzt eine wichtige Vorbereitung, ein offenes Transferfenster und einen frühen Start mit dem Supercup-Finale gegen Bayern“, sagte er in der Donnerstagsausgabe des Kicker.

Über Aue, Schalke und Russland zu RB Leipzig

Der Club sei auf ihn zugekommen und habe eine Verlängerung angestrebt. Sein aktuelles Papier läuft bis 2023. „Trotzdem habe ich darum gebeten, das Thema erst einmal ein wenig nach hinten zu schieben. Ich glaube und hoffe, dass der Verein das verstanden hat“, so der Übungsleiter weiter. „Wir können im November oder Dezember sprechen, während der WM-Pause.“

Ein richtiges Angebot soll es laut „dpa“ allerdings nicht gegeben haben. Tedescos Cheftrainer-Karriere begann übrigens in Sachsen: Im März 2017 übernahm er den FC Erzgebirge Aue. Mit sechs Siegen aus elf Spielen sicherte er den Veilchen die Klasse – und sich selbst einen Job beim FC Schalke 04. Als das im März 2019 zu Ende ging, schloss er sich Spartak Moskau an. Dort erreichte er mit dem 12-fachen sowjetischen und 10-fachen russischen Meister den zweiten Platz. Im Mai 2021 endete seine Zeit in Russland.

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