Foto: Picture Alliance

Luca Pfeiffer, diesen Sommer für eine Million Euro von den Würzburger Kickers nach Dänemark zum Champions-League-Teilnehmer FC Midtjylland gewechselt, war der erste Gast unseres Insta-Formats #sachmaschnell. Bei #sachmaschnell können die FUMS-Ultras Fragen an den Profi, den Spielerberater, den Podcaster oder den Fan einreichen. Wir wählen einige Fragen davon aus, stellen diese dann dem Gast und dieser beantwortet die Fragen dann per Video. Luca Pfeiffer, vergangene Saison noch in der 3. Liga im Einsatz, hat sich den Fragen vor dem Spiel gegen den FC Liverpool am Mittwoch ausgiebig gewidmet, weshalb wir keine Mühen gescheut haben, alles für die, die nicht bei Instaaaaa sind, zu verschriftlichen.


Warum wechselt man nach Dänemark?

Ich bin nach Dänemark gewechselt, weil es für mich einfach sportlich gepasst hat. Es ist sehr reizvoll in einer ersten europäischen Liga zu spielen – zudem noch bei einem Champions-League-Teilnehmer. Und ja, ein paar Champions-League-Minuten zu sammeln, war natürlich auch sehr reizvoll. Ich glaube, wenn man mal so eine Chance hat, sollte man die auch nutzen. Außerdem bringt’s dich persönlich natürlich extrem weiter, weil man seine Sprachkenntnisse aufbessert, dann kommt man in eine neue Kultur, muss sich anpassen und so weiter. Ich glaube, persönlich kann man sich da auch nur weiterentwickeln und deswegen hat für mich da das gesamte Paket gepasst. Natürlich konnte ich mir vor ein paar Jahren auch nie vorstellen, mal ins Ausland zu wechseln. Jetzt ist es soweit, ich bereue den Schritt auf keinen Fall. Mir gefällt’s hier, Dänemark ist ein schönes Land und sportlich passt’s auch. Ich bin einen großen Schritt nach vorne gegangen – und deshalb wechselt man nach Dänemark.

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Zugegeben, 2020 war kein Sahne-Jahr, aber hinten raus haben wir noch mal eine Nachricht für euch, die zumindest nicht komplett…

Mit welcher deutschen Liga ist die dänische Superliga vergleichbar?

Ich glaube, Ligen zu vergleichen ist immer ziemlich schwierig, weil manche Ligen dann doch eher physisch geprägt sind und manche eher fußballerisch. Ich kann nur sagen, dass wir in der Mannschaft relativ guten Fußball spielen. Ich schätze das Niveau von meiner Mannschaft extrem hoch ein – das hat man auch gesehen, dass wir teilweise in den Champions-League-Spielen sehr gut mithalten konnten. Deswegen will ich jetzt keine Liga vergleichen, aber ich glaube schon, dass ich einen deutlichen Schritt vom Niveau her nach vorne gemacht habe.

Wie lange hast du gebraucht, bis du den Vereinsnamen richtig schreiben konntest bzw. kannst du es überhaupt?

Ich habe es gerade mal probiert: Ja, ich kann den Namen ohne Fehler schreiben. Das war natürlich am Anfang nicht so leicht, den zu schreiben und vor allem auch auszusprechen, aber je öfter man den Namen hört oder liest, sollte man es irgendwann schon können – und wie sich gerade bestätigt hat, kann ich es wohl.

Foto: Luca Pfeiffer

Von der 3. Liga innerhalb kürzester Zeit in die Champions League: Wie war das Gefühl bei deiner Einwechslung gegen Liverpool an der Anfield Road?

Wenn mir das einer vor ein paar Monaten gesagt hätte, hätte ich den ausgelacht, aber jetzt war’s dann doch soweit. Es war natürlich ein unbeschreibliches Gefühl in dem Moment – vor allem auch vor dem Spiel in dieses Stadion einzulaufen und dann wird man auch eingewechselt, sieht Spieler um sich rum, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, sieht Jürgen Klopp neben sich stehen, den ich sehr bewundere. Das ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl, man realisiert das dann auch immer mehr und das macht schon extrem stolz und glücklich.

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Was können Salah, Mané und Firmino von dir noch lernen?

Die können noch sehr viel von mir lernen. Zum Beispiel wie man in der Oberliga Tore schießt, wie man viele Tore in der Oberliga schießt. Ich glaube, das hat von den drei noch keiner geschafft und falls sie mal Tipps brauchen, bin ich allzeit bereit (lacht).

Wie viel Bier hast du im Kühlschrank stehen?

Jetzt kommen wir endlich mal zu den wichtigen Fragen, aber ich muss den, der das gefragt hat, leider enttäuschen. Ich habe hier tatsächlich fast kein Bier zuhause im Kühlschrank. Die letzten paar Wochen, Monate waren doch sehr intensiv, viele Reisen – da blieb nicht viel übrig für Alkohol. (lacht). Aber ich freue mich doch jetzt sehr auf die Weihnachtszeit, wenn ein paar Wochen Ruhe ist und da werde ich sicher mit der Familie und meinen Freund das ein oder andere Kaltgetränke zu mir nehmen und darauf freue ich mich auch.

Schalke 04 hat einen guten Stürmer nötig. Würdest du dir das antun?

Ich glaube das, was gerade auf Schalke abgeht, ist sehr traurig. Ich glaube der Verein, der so viel Tradition hat, der gehört in die Bundesliga, der sollte da bleiben. Ich habe auch gesehen, dass die einen Stürmer nötig haben, aber ich bin gerade glücklich, wo ich bin – aber ich kann den Luke Hemmerich empfehlen, der hat die ganzen Jugendmannschaften von Schalke durchlaufen, ist dort ’ne Legende, ist der torgefährlichste Außenverteidiger, den ich kenne. Den würde ich jeden Verein empfehlen (schmunzelt).


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