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Für den FC Schalke 04 ist der direkte Wiederaufstieg in die erste Bundesliga immer noch das klare Ziel. Dafür verstärkten sich die Königsblauen vor dem Saisonendspurt noch einmal mit viel Erfahrung: Peter Hermann wird zum Trainer-Team stoßen. Für die kommende Spielzeit ist der Posten des Cheftrainers aber noch mit Fragezeichen versehen.


Ein Punkt trennt Schalke aktuell vom Relegationsrang in der zweiten Bundesliga. Nach durchwachsenen Wochen hat sich die Mannschaft wieder gefangen. Um den Aufstieg weiterhin zu ermöglichen, trennten sich die Knappen kürzlich von Trainer Dimitrios Grammozis und installierten den erfahrenen Mike Büskens als Interimslösung.

Seinen Auftakt konnte der 54-Jährige gleich einmal gewinnen. In den kommenden Wochen soll er genug Punkte sammeln, um Schalke zurück ins Oberhaus zu führen. Dabei helfen kann auch Peter Hermann. Für die Königsblauen ist diese gestandene Ergänzung ein absoluter Gewinn. „Wir sind sehr glücklich, dass Peter Hermann unser Trainer-Team bereichern wird. Mit seiner Erfahrung und seiner fachlichen Qualifikation wird er unseren Stab unmittelbar verstärken. Wir sind davon überzeugt, dass er uns in der entscheidenden Phase der laufenden Saison wichtige Impulse geben wird“, so Sportdirektor Rouven Schröder vom Verein zitiert.

Farke, Schwarz und Leitl im Fokus

Eine Dauerlösung sind die beiden eigentlichen Co-Trainer aber nicht. Deshalb suchen die Kaderplaner weiterhin nach einem geeigneten Kandidaten, der Schalke ab der kommenden Saison möglichst erstklassig trainieren kann. Wie die Sport Bild berichtet, haben die Königsblauen vor allem drei Optionen im Sinn.

Zu ihnen gehört Daniel Farke. Bis vor kurzem stand der 45-Jährige noch beim russischen FK Krasnodar unter Vertrag, zog dann aber selbst die Reißleine. Dort stand er nicht in einer Partie an der Seitenlinie. Dagegen konnte er in 208 Pflichtspielen mit Norwich City durchaus zeigen, welche Qualitäten er aus einer etwas zusammengewürfelten Mannschaft herausholen kann.

Auch Kandidat Nummer Zwei war zuletzt in Russland tätig. Sandro Schwarz hat sein Engagement bei Dinamo Moskau noch nicht beendet. Mit den Hauptstädtern liegt er aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz. Doch seine guten Verbindungen zu Manager Schröder aus zurückliegenden Mainzer Zeiten, dürften ihn zum heimlichen Favoriten machen, wenn er von seinem Vertrag losgelöst werden kann.

Schalke bleibt wenig finanzieller Spielraum

Auch die dritte Option ist derzeit nicht ohne Verein. Dem Bericht nach hat Schalke auch ein Auge auf Stefan Leitl geworfen. Der Übungsleiter ist bei Greuther Fürth aktiv und hat trotz des drohenden Abstiegs keinen großen Grund, das Kleeblatt zu verlassen. Dementsprechend ist er vermutlich die unwahrscheinlichste Lösung.

An fähigen Kandidaten scheitert es in der Planung also nicht. Viel eher müssen die finanziellen Angelegenheiten geklärt werden. Denn die Trennung von Grammozis wird gerade bei einem Aufstieg noch richtig teuer. Die Zeiten von wilden Spekulationen und kurzfristigen Notlösungen sollen bei den Knappen aber vorerst vorbei sein.

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