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Timo Horn hat alle Jugendstationen beim 1. FC Köln durchlaufen und war viele Jahre die unangefochtene Nummer eins beim Effzeh. Nach einer Verletzungspause und starken Leistungen von bis dato Ersatztorhüter Marvin Schwäbe, findet sich der 28-Jährie allerdings nur noch auf der Bank wieder. Nun spricht er über einen möglichen Abschied im Sommer. 


Der 1. FC Köln ohne Timo Horn ist nur schwer vorstellbar, denn seit seinem neunten Lebensjahr schnürt der mittlerweile 28-Jährige die Schuhe für den Verein. Er durchlief alle Jugendstationen der Kölner, ehe er nach dem Abstieg in die zweite Liga in 2012 zum Stammtorwart der ersten Mannschaft befördert wurde und in den folgenden neuneinhalb Jahre stets als Nummer eins gesetzt war. Doch seit seiner Knieverletzung, welche er sich am 21. November 2021 im Spiel gegen Mainz 05 holte, steht das Kölner Urgestein nur noch an zweiter Stelle. Der Grund ist Marvin Schwäbe, der seine Chance während Horns Abwesenheit mit starken Leistungen genutzt und dafür von Cheftrainer Steffen Baumgart bis zum Saisonende die Stammplatz-Garantie erhalten hat. 

Am Samstagabend fiel Schwäbe allerdings aus und so gab Horn vor heimischer Kulisse sein Comeback. Doch es mag sein, dass dies sein letzter Aufritt zwischen den Pfosten des 1. FC Kölns war. Denn der 28-Jährige, der noch einen Vertrag bis 2023 hat, spricht offen über einen möglichen Abschied im Sommer. „Es gab natürlich immer die Traumvorstellung, ein Leben lang bei meinem Verein zu bleiben. Aber trotzdem habe ich nie ausgeschlossen, den Verein auch mal zu wechseln. Das gehört im Fußball dazu, das Geschäft ist manchmal hart. Wenn man den Anspruch hat, zu spielen, muss man sich immer damit auseinandersetzen. Der Sommer kommt, und dann wird sich zeigen, was sich ergibt.“, so Horn im Interview nach dem Spiel gegen Frankfurt.

Im Sommer hat Horn die Chance sich die Nummer eins wieder zurückzuerobern. Sollte ihm das allerdings nicht gelingen, so müsste er für ein ganzes Jahr auf der Bank Platz nehmen. Für den Torwart undenkbar. „Auf der Bank Platz zu nehmen, tut weh. Das sind natürlich keine schönen Momente, das gebe ich zu.“, so der 28-Jährige. Doch auch der Verein wird sich hinsichtlich finanzieller Aspekte schwer damit tun, den langjährigen Stammtorwart, der zu den absoluten Top-Verdienern in der Mannschaft zählt, auf der Bank zu parken. Demnach wird es im kommenden Sommer spannend zu beobachten sein, ob Horn bei seinem Effzeh bleibt oder sich die Wege zwischen beiden Parteien nach gut 20 Jahren trennen werden. 

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