Roger Schmidt
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Die Hertha aus Berlin steht vor dem nächsten Umbruch. Nachdem Arne Friedrich seinen Posten als Sportdirektor verfrüht aufgegeben hat, deutet sich auch auf der Trainerbank der nächste Neuanfang an. Als möglicher Nachfolger von Tayfun Korkut kommt Roger Schmidt jedoch nicht in Frage.


Die Ernennung von Tayfun Korkut als neuen Trainer überraschte im November des letzten Jahres nicht nur die Fans der Hertha. Der zumindest kurzfristige sportliche Erfolg trat nicht ein. Dementsprechend kommt der 47-Jährige als Langzeitlösung unabhängig des Saisonausgangs kaum in Betracht.

Bis zum Sommer ist er zumindest noch vertraglich an den BSC gebunden. In einer gleichen Situation findet sich auch Roger Schmidt in Eindhoven wieder. Sein auslaufendes Arbeitspapier ermöglicht den Abschied in wenigen Monaten. Laut einem Bericht der Bild sieht der ehemalige Werkself-Trainer seine Zukunft aber nicht in Berlin.

Dem 54-Jährigen sollen Angebote aus Spanien und England vorliegen. Da Schmidt mit der PSV erfolgreich bleibt und noch in drei Wettbewerben realistische Titelchancen hat, dürfte das Interesse aus den Top-Ligen Europas nicht abnehmen. Die kriselnde Alte Dame ist für seine Ambitionen nicht das richtige Projekt.

Auch Niko Kovac wird wohl Annäherungsversuche abblocken wollen. Der langjährige Hertha-Akteur musste zu Beginn des Jahres seinen Stuhl bei der AS Monaco räumen. Seitdem bereitet er sich auf neue Aufgaben vor, brauche laut eigener Aussage gegenüber Bild Live aber noch eine längere Auszeit.

Hertha BSC: Bobic äußert sich zur Zukunft von Tayfun Korkut

In der Sport-1-Talkrunde Doppelpass sagte Bobic bezüglich Korkut, dass er „keine Lust auf Aktionismus“ hat. Weiter sagte der Ex-Nationalspieler: „Am Saisonende wird eine Zäsur gemacht. Dann setzen wir uns zusammen und schauen, ob es weitergeht. Tayfun ist ein hervorragender Fußballlehrer. Der Glaube an ihn ist groß.“

Weiter nahm Bobic den Trainer in Schutz und stellte klar: „Wenn die Punkte fehlen, wird es schnell am Trainer festgemacht. Aber Tayfun erreicht die Mannschaft mit einem klaren Plan. Und er jammert nicht rum, versucht, das Optimum herauszuholen.“ Kritik übt Bobic unterdessen an nicht namentlich genannten Spielern von Hertha. Er habe das Gefühl, dass nicht alle Spieler den Abstiegskampf „zu 1000 Prozent“ angenommen hätten. Es gäbe in der Mannschaft noch immer „Egoismen“. Man müsse nun herausfiltern, „wer für diese Situation die richtigen sind. Nur der, der voll marschiert“, sagte Bobic.

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