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Die Financial Fairplay-Regelung war in der Theorie sinnvoll, in der Umsetzung allerdings oftmals mangelhaft. Nun hat die UEFA reagiert und am Donnerstag die erwartete Reform beschlossen. Ab Juni heißt es nicht mehr Financial Fairplay, sondern „Financial Sustainability“. 


Am Donnerstag hat des Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) die Reform des häufig kritisierten Financial Fairplays (FFP) beschlossen. Ab Juni tritt die Nachfolgeregelung „Financial Sustainability“ in Kraft. Demnach darf ein Klub, von dem was er im Rahmen des Fußballgeschäfts einnimmt, nicht mehr als 70% für den Kader ausgeben. Dazu gehören neben Ablösesummen ebenfalls Gehälter und Beraterhonorare. Darüber hinaus dürfen künftig externe Geldgeber/ Investoren die Defizite der Vereine in Höhe von 20 Millionen Euro pro Saison ausgleichen. Hinzu könnten weitere 10 Millionen Euro kommen, die an Bedingungen geknüpft wären. Die Zahlungsfähigkeit der Vereine soll künftig vier Mal pro Jahr erfolgen.

Ab Juni heißt es zwar Financial Sustainability, die neuen Regeln sollen aber über einen Zeitraum von drei Jahren schrittweise eingeführt werden. Im Vorfeld wurde lange Zeit eine absolute Gehaltsobergrenze von 500 Millionen Euro pro Kader diskutiert. Diese wird allerdings nicht kommen. 

UEFA-Präsident Ceferin zeigt sich zuversichtlich

„Die Fußballindustrie hat sich geändert. Die Reform war nötig“, konstatierte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin nach der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees in Nyon: „Die neuen Regeln helfen uns, das Spiel zu schützen.“. Die deutschen Klubs dürften mit den neuen Regeln einverstanden sein, zumal die große Sorge, dass Investoren Millionen von Euros unbegrenzt in die Vereine pumpen können, erstmal vom Tisch ist. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) zeigte sich ebenfalls zuversichtlich. „Die neuen Regularien sind ein Kompromiss unter Berücksichtigung verschiedener europäischer Perspektiven, der die finanzielle Stabilität und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Clubs stützt“, erklärte Dr. Marc Lenz, der in der DFL zuständig für Internationale Angelegenheiten ist. Zudem sei die DFL Vorstößen zur Deregulierung von Investorengeldern „entschlossen entgegengetreten“, so Lenz in einer Mitteilung.

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