Maximilian Arnold
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Maximilian Arnold gehört in einer wackeligen Wolfsburger Saison zu den wenigen Konstanten. Der Leistungsträger steht bereits seit 2009 beim VfL unter Vertrag. Dabei hätte es in der Vergangenheit gut und gerne zu einem Abschied kommen können. Denn mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund stand der 27-Jährige nach eigener Aussage schon in intensiverem Kontakt.


Gerade einmal 75 Minuten stand Maximilian Arnold in dieser Saison nicht in einem Pflichtspiel für den VfL Wolfsburg auf dem Platz. Trotz sportlicher Krisen und einigen Reibereien im Umfeld des Klubs ging das Urgestein stets als Leitwolf voran. Sein Ehrgeiz und natürlich auch die nachgewiesenen Qualitäten machten ihn zu einem der vielseitigsten und auch gefragtesten Mittelfeld-Allrounder in der Bundesliga.

Mitsamt der Jugendstationen absolviert Arnold bereits sein 13. Jahr in Wolfsburg. Dies ist vor allem im heutigen Fußballgeschäft kein Standard mehr und hätte auch beim 27-Jährigen fast ganz anders ausgesehen. Das bestätigte er im Interview mit Sports Illustrated. Denn in der Vergangenheit hat es zumindest Annäherungsversuche des FC Bayern und Borussia Dortmund gegeben. „Ja, es gab mal Kontakt“, so der Wolfsburger.

VfL-Profi Arnold ließ sich nie auf Ungewissheiten ein

Wirklich ernster wurde es zwischen Arnold und den Top-Klubs der Liga aber nicht. „Es kam nie zu konkreten Verhandlungen. Bei mir persönlich hat Uli Hoeneß nicht angerufen, aber mit meinem Berater gab es wohl Telefonate.“ Im Nachhinein dürften er und sein Berater die Entscheidung nicht unbedingt bereut haben. Denn der gebürtige Sachse konnte sich immer auf seinen Stellenwert beim VfL verlassen.

Deswegen ließ er auch keine halbgaren Angebote an sich heran. „Ich bin ein Typ, dem keiner Honig ums Maul schmieren muss. Ich glaube immer erst daran, wenn ich alles schwarz auf weiß vor mir liegen habe. Erst danach beschäftige ich mich damit.“ Diese Herangehensweise machte ihn erfolgreich und verschaffte ihm unter anderem den zwischenzeitlichen Status eines Nationalspielers.

Drei Einsätze kann er bisher für die DFB-Elf vorweisen. Noch im vergangenen November reichte es zu zwei Einwechslungen. Derzeit spielt er aber keine Rolle in den Planungen von Hansi Flick. Das spornt Arnold aber nur umso mehr an, sich womöglich auch noch einmal für die Weltmeisterschaft zu empfehlen. Die aktuelle Situation weiß er dennoch realistisch einzuschätzen.

„Die Hoffnung habe ich auch, aber ich mache mich nicht verrückt. Auf meiner Position gibt es sehr starke Spieler im DFB-Team, wie Ilkay Gündogan, Joshua Kimmich oder Leon Goretzka. Das sind absolute Topspieler“, so der 27-Jährige. Doch er weiß um seine Qualitäten und will im Fall der Fall voll da sein: „Auf diesem Niveau bin ich leider nicht. Aber wenn einer ausfallen sollte, dann wäre ich bereit.“

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