Screenshot: Youtube-Channel: Privat 2020

Am Dienstag um kurz nach 22 Uhr wird der blau-weiße Albtraum Realität. Mit einer enttäuschenden 0:1-Niederlage beim Auswärtsspiel gegen Arminia Bielefeld verabschiedet sich der FC Schalke 04 vier Spieltage vor Saisonschluss aus der Bundesliga. Doch damit nicht genug: Nachdem die Schalke-Spieler noch in der Nacht nach Gelsenkirchen zurückkehren, kommt es vor der Veltins-Arena zu schockierenden Szenen – die Mannschaft wird von ihren eigenen Fans gejagt.


Als der Team-Bus der Schalker gegen ein Uhr Nachts das heimische Stadion erreicht, werden die Spieler von einer Gruppe von etwa 500-600 „Fans“ empfangen. Neben wüsten Beleidigungen kommt es auch zu unfassbaren Jagdszenen.

Schau dir den Tiefpunkt der Schalke-Saison hier im Video an:

Gegenüber SPORT1 beschrieb ein Schalke-Spieler, der anonym bleiben möchte, am nächsten Tag die Szenen. Laut des Spielers haben die anwesenden Fans damit gedroht, der Mannschaft „das Leben zur Hölle“ machen zu wollen. Anschließend seien Böller explodiert und Eier geworfen worden. Als die Fans dann auch noch anfingen, auf die Spieler loszugehen, sei es zu den Jagdszenen gekommen. Der anonyme Spieler spricht von „purer Angst“ und erklärt, dass einige Spieler Tritte und Schläge abbekommen haben. Er wüsste nicht, wie er nach dieser Aktion die verbleibenden vier Spiele bestreiten solle.

Kritik äußerte er außerdem in Richtung der Klub-Verantwortlichen. Der Spieler verstehe nicht, warum der Verein die Mannschaft überhaupt den aufgebrachten Fans ausgesetzt habe. Auch die Polizei sei nicht schnell genug am Ort des Geschehens gewesen.

Der Verein reagierte am Mittwochmorgen mit einer Pressemitteilung auf die Vorkommnisse: „Bei allem verständlichen Frust und aller nachvollziehbaren Wut über den Abstieg in die 2. Bundesliga: Der Verein wird es niemals akzeptieren, wenn die körperliche Unversehrtheit seiner Spieler und Mitarbeiter gefährdet wird. Genau das ist in der vergangenen Nacht aber durch die Handlungen von Einzelpersonen geschehen. Der Klub verurteilt dieses Verhalten aufs Schärfste und stellt sich selbstverständlich vor seine Mitarbeiter“.

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