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Nun also doch: Nach langem Rätselraten und vielen Spekulationen hat der SV Werder Bremen den Vertrag mit Geschäftsführer Frank Baumann verlängert. Damit sprach der Aufsichtsrat das Vertrauen gegenüber dem 46-Jährigen aus, die Bremer wieder in die erste Liga und ruhigere Fahrgewässer zu steuern.


Wie lässt sich die Arbeit eines Sportchefs bei einem Profi-Klub am besten bewerten? Ob es die Anzahl an Trainern in dieser Zeit, der sportliche Werdegang oder die Transferbilanz war: der Aufsichtsrat von Werder hat anscheinend genügend Gründe gefunden, um das Arbeitspapier mit Frank Baumann zu verlängern. Wie die Grün-Weißen auf der vereinseigenen Internetseite verkündeten, wurde die Zusammenarbeit bis 2024 ausgeweitet.

Damit wurde die Frage danach, wie die sportliche Führung nach der aktuellen Saison aussehen wird, beendet. Im Hinblick auf den im Sommer endenden Vertrag von Baumann standen schon seit längerem Verhandlungen an. Nach intensivem Austausch stimmte der Aufsichtsrat dann dem endgültigen Angebot zu. Ausschlaggebend war vor allem, wie die Perspektive von Werder in den kommenden Jahren unter Baumann aussehen könnte.

Baumann überzeugte Werder mit kontinuierlicher Entwicklung und langfristigem Plan

Bei den Gesprächen „spielten die sportlichen Erfolge der letzten Wochen eine untergeordnete Rolle. Für uns stehen nicht kurzfristige Ergebnisse im Fokus, sondern die Schaffung nachhaltiger Strukturen“, so der Aufsichtsratsvorsitzende Marco Fuchs. So fiel auch der bittere Abstieg wohl nicht so sehr ins Gewicht. Durch sieben Siege am Stück und einem finanziell gesünderen Haushalt, waren die letzten Arbeisnachweise von Baumann deutlich positiver. „Frank zeichnet sich in seinem Handeln nicht nur durch ein hohes Maß an Reflexion und dem Streben nach kontinuierlicher Weiterentwicklung aus, sondern auch dadurch, dass er das Wohl von Werder immer über eigene Interessen und Befindlichkeiten stellt.“

Gerade diese Aspekte waren für viele Fans des SVW eher Gründe für eine Trennung von Baumann. Der langjährige Kapitän, der das Amt 2016 von Thomas Eichin übernahm, sorgte mit fraglichen Transfers und dem Zögern im Umgang mit Florian Kohfeldt für Diskussionen. Doch er selbst weiß wohl am besten mit der Kritik umzugehen und kündigt an, das Nordlicht wieder strahlen zu lassen.

„Wir befinden uns weiterhin in keiner leichten Zeit für den Verein. Von daher schätze ich das mir entgegengebrachte Vertrauen umso mehr und freue mich auf eine weiterhin konstruktive und kritische Begleitung durch den Aufsichtsrat. Ich habe noch viel Energie und Leidenschaft, um gemeinsam mit meinen Geschäftsführerkollegen und dem gesamten Team sowie allen Mitarbeiter:innen Werder in eine sportlich erfolgreichere Zukunft zu führen.“ Die nächsten Monate werden zeigen, ob der gesamte Verein aus den gemachten Fehlern gelernt hat.

So reagierten die Werder-Fans auf die Vertragsverlängerung:

https://twitter.com/fromBembeltown/status/1492809156692267010
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