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Dass Zinédine Zidane wohl zum Sommer das Traineramt bei Paris Saint-Germain übernehmen wird, steht nach übereinstimmenden Medienberichten und der spanischen Sportzeitung „Marca“ schon länger im Raum. Nun soll nach dem enttäuschendem Pokal-Aus von PSG gegen Nizza und den bevorstehenden wichtigen Wochen für die Pariser früher über eine Entlassung von Cheftrainer Mauricio Pochettino nachgedacht werden. Ausgerechnet Zidanes Ex-Verein Real Madrid spielt dabei eine entscheidende Rolle.


Noch sind es zwei Wochen bis zum Kracher. Dann treffen im Achtelfinale der Königsklasse zwei Anwärter auf den Henkelpott aufeinander: Paris Saint-Germain gegen Real Madrid (Hinspiel am 15. Februar/Rückspiel am 9. März). PSG träumt schon lange vom großen Erfolg und kann sich auf dem Weg dorthin nicht mehr viele Ausrutscher erlauben. Gelder im achtstelligen Bereich flossen schon in das Projekt. Mehrere Trainer arbeiteten sich an der Aufgabe ab, alle scheiterten bisher.

So könnte es auch bei Mauricio Pochettino enden. Die Stimmung im Verein um die Trainerpersonalie ist schon länger angespannt. Laut der spanischen Sportzeitschrift Marca ist bekannt, dass Reals ehemaliger Chefcoach Zinédine Zidane den französischen Scheichverein zu Beginn der neuen Saison übernehmen soll. Aufgrund des frühen Aus im Achtelfinale des Coupe de France gegen Ligakonkurrenten Nizza möchte man aber schon früher die Reißleine ziehen in Paris.

Das beruht jedoch auf Gegenseitigkeit. „Poch“, wie der argentinische Trainer des Tabellenführers der Ligue 1 genannt wird, sei schon länger unzufrieden mit der Gesamtsituation im Verein. Als Nachfolger von Thomas Tuchel im Januar 2021 schied er mit seiner Mannschaft in der Champions League früh gegen Manchester City aus und in der Liga reichte es nur zu einem enttäuschenden dritten Platz. Nach dem wahnsinnigen Sommer-Transferfenster vergangenen Jahres, als man sich die Dienste von Sergio Ramos und Lionel Messi sicherte, lief es nicht wirklich besser, obwohl man aktuell mit neun Punkten Abstand an der Spitze der Liga steht.

Real Madrid spielt entscheidende Rolle

Man dachte auf Seiten des Vereins schon im Sommer über einen Trainerwechsel nach, gab ihm aber noch eine Chance. Spätestens in diesem Winter wollten aber beide Seiten das Engagement beenden. Pochettino wurde daher als heißer Kandidat für den Posten bei Manchester United gehandelt und wäre bereit gewesen, den Verein zu verlassen laut FT-Informationen. Manchester United zeigt schon länger Interesse an den Diensten des 49-jährigen Argentiniers und ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Interimstrainer Ralf Rangnick. Mangels Alternativen ließ man ihn aber in Paris nicht ziehen.

„Téléfoot“ berichtete zudem, dass Zinedine Zidane schon jetzt auf der Bank sitzen würde, wäre das nächste Spiel in der Champions League nicht gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Real Madrid. Zwischen 2016 und 2018 gewann er mit ‚Los Blancos‘ dreimal hintereinander die Königsklasse. Der Weltmeister von 1998 prägte in Madrid eine ganze Ära und weiß, wie es sich anfühlt den Henkelpott in den Händen zu halten – davon konnte man in Paris bisher nur träumen.

Die Tage für Mauricio Pochettino sind also gezählt. Es wird auf beiden Seiten nur darauf gewartet, bis man sich auf einen passenden Zeitraum einigt. Eines steht fest: Vor dem Spiel gegen Real Madrid wird Zidane nicht einsteigen. Sollte man aber unter Pochettino gegen Real auch in der Champions League im Achtelfinale ausscheiden, wäre eine vorzeitige Trennung wohl der nächste Schritt und der Weg frei für Zidane.

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