Die Adler, Alder! Einfach guter Fussball

Poppe wieder! Wenn sich ein Verein inklusive seiner Fans nicht über Langeweile beschweren darf, dann die Frankfurter Eintracht. Irgendwas ist immer, im Herzen von Europa: Aufstiegsdramen, Relegations-Wahnsinn, Fjørtoft-Übersteiger, Pokalfinale. Und jetzt gerade, da ist wieder Europapokal angesagt, vielleicht sogar die Champions League. Da darf – nein: Da muss man auch mal klatschen. Ein Loblied von unserem stetig lodernden Bunsenbrenner Thomas Poppe.


Was die Eintracht da im Moment spielt, ist unfassbar guter Fußball. Im Sinne von Fußball in seinem ursprünglichsten Sinn. 90 Minuten grätschen, rennen bis zum Umfallen, im Zweifel mit Plan lang nach vorne holzen, jeden Zweikampf annehmen, alle am Limit, alle nah am Wadenkrampf, Gelbe Karten für das Team kassieren, Fehler des Mitspielers ausbügeln. Auch, wenn das vielleicht nicht der schönste Fußball der Liga ist, ist es wohl der leidenschaftlichste und ehrlichste. Taktisch hochklassig, angepasst an die Möglichkeiten. Man muss vor allem Niko Kovac Respekt zollen, dass er aus allen 100% kitzelt. Seit Monaten.

Die launische Diva vom Main macht Laune. Wo einst auf Mitgliederversammlungen die Fäuste flogen (hier klicken lohnt sich, kein Scheiß), wird sich heute offensiv gegen die AfD positioniert. Wo früher die Millionen-Kamera des ZDF zerstört wurde, wird heute vernünftig gegen Montagsspiele demonstriert und dann brav zurück in den Block marschiert. Nicht auszudenken, wo die Eintracht schon seit Jahren stehen könnte, hätte nicht der ahnungslose Zwillingsbruder von Jupp Heynckes sie einst so zerbeult. Man denkt wieder an die glorreichen Zeiten mit Yeboah, Bein, Körbel, Möller, Kruse und Binz – auch wenn der Fußball ein anderer ist und Platz 2 das höchste der Gefühle.

Mir ist längst lieber, die Eintracht kommt in die Champions League, hat da sechs geile Spiele und eventuell danach noch mal ein Intermezzo in der Europa League sicher, als ein Verein mit Mega-Etat, der aus seinen Möglichkeiten aktuell auch nur 35-40 Punkte geholt hat und auch in der Vorrunde den Abgang macht. 14,20 Millionen hat Fredi Bobic Transferminus gemacht vor der laufenden Saison – das zahlt der FC Bayern für Backup-Stürmer Sandro Wagner und der BVB bekam dafür gerade mal einen Ömer Toprak. Vom großen Neymar-Fußzeh müssen wir gar nicht erst anfangen. Dass da aktuell über Sandro Wagner und Sven Ulreich bei der WM nachgedacht wird und Marius Wolf noch kein Dauerthema ist, ist eigentlich der größte Treppenwitz der Saison. Und das sage ich als Bayern-Fan.

Keinem Team gönne ich Europa gerade mehr. Keinem Team gönne ich das Pokalfinale in Berlin gerade mehr. Man darf nur hoffen, dass nicht bald der ahnungslose Zwillingsbruder von Niko Kovac übernimmt und Uli Hoeneß nicht plötzlich Bock auf Wolf, Boateng und Haller bekommt. Dann könnte die SGE auch in den nächsten Jahren eher mit der CL-Quali als mit der Relegation rechnen. Oder wie die Kids bis vor Kurzem gesagt hätten: „Was ist das nur für 1 1tracht.“


Von Thomas Poppe
(darf niemals erfahren, dass Hoeneß auch Bock auf Thomas Poppe hat, sonst schreibt er nämlich bald fürs FC Bayern Magazin und das wäre doch wirklich verschenkt, oder? Anm. d. Red.)

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