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Max Eberl tritt mit sofortiger Wirkung als Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach zurück. Das gab der 48-Jährige am Freitag auf einer Pressekonferenz bekannt.


Eberl tritt als Sportdirektor zurück

„Das ist die mit Abstand schwerste Pressekonferenz, die ich je halten musste. Wir haben uns lange unterhalten, wie es mehr geht. Was in 24 Stunden daraus gemacht wird, ist das, was mich krank macht. Ich bin erschöpft, müde, habe keine Kraft mehr, die dieser Job erfordert. Es gibt keinen verletzten Stolz, keinen Frust, keine Liebe. Die Person Max Eberl ist müde.“

„Ich beende was, was mein Leben war. Ich beende was, was mir Spaß und Freude bereitet hat. Fußball war mein Leben. Viele Dinge haben nicht mehr Spaß gemacht. Der Klub hat um micht gekämpft. Ich muss für mich eine Entscheidung treffen, ich muss auf den Menschen achten. Alles, was ich hatte, habe ich auf dem Platz gelassen. Ich habe mich, wie um ein Kind gekümmert – mit aller Kraft, die ich hatte. Die Kraft habe ich nicht mehr. Es geht nicht mehr um Fußball, es geht um mich.“

 „Herr Königs hat es kurz angesprochen, dass ich vor 13 Monaten meinen Vertrag verlängert habe. Damals habe ich nicht damit gerechnet, dass ich heute hier sitze und den Klub um das bitte, worum ich ihn gebittet habe. Ich habe die Auszeit genommen, weil ich mal aus dieser Mühle rausmusste. Die Mühle deswegen, weil ich ein Mensch bin, weil ich alles mit 100 Prozent tue. Das habe ich jetzt 23 Jahre getan, als Spieler getan.“

„Ich sage nur jedem Fußballer: Genießt Eure Zeit, die andere Zeit ist wesentlich anstrengender. (…) Als Sportdirektor wollte ich mehr als 100 Prozent geben, um den tollen Klub nach vorne zu bringen. Letztes Jahr habe ich gemerkt, dass diese Akribie zu viel wurde. Ich habe Menschen beleidigt, habe gegen Fans gewütet. Jede Niederlage war meine Niederlage.“

 „Ich bin nicht nach vier, sondern nach zwei Wochen zurückgekommen und sehr hart in der Fußballrealität aufgeprallt. Mit Corona, Transfers, Spielern, Trainer. Es waren so viele Themen, dass ich nach der Transferperiode 14 Tage brauchte, um zu mir zu kommen. Ich habe realisiert, dass es in die falsche Richtung geht. Wenn das irgendjemand glaubt, dass ich einen Vereinswechsel habe, vergesst das bitte ganz schnell. Ich will einfach raus. Ich will mit diesem Fußball gerade nichts zu tun haben. Ich sage es ketzerisch: Ich will mit Euch nichts zu tun haben. Ich will einfach mal die Welt sehen, Spaß haben. Einfach mal keine Verantwortung haben, einfach Max Eberl sein. Das will ich. Deshalb habe ich diese unfassbare schwere Entscheidung, zu einem unfassbaren ungünstigen Zeitpunkt getroffen habe. Aber zum ersten Mal im Leben denke ich an mich. Es gibt ein starkes Team, die das hier machen werde. Ich bin sehr, sehr traurig, weil ich viele tolle Personen hier zurücklassen muss, um klarzukommen.“

„Es gibt nicht den einen Ausschlag. Es gab mein „in den Spiegel gucken“. Und, wenn man in den Spiegel guckt und an seiner Leistungsfähigkeit zweifelt, ist es mir bewusster geworden. Es gab Reflexionen mit Freunden und Familie. Das ist dann leider auch Max Eberl. Der geht dann seinen Weg. Ich habe keine Angst, hier zu sitzen. Ich werde mir die Zeit und Ruhe nehmen. Ich werde wie Hape Kerkeling einfach mal weg sein.“

Lob, Kritik, Feedback, User-Meinung, Lottozahlen:

  1. Alles Gute Max, psychisch nicht auf der Höhe zu sein und das öffentlich zuzugeben ist in der heutigen Zeit verdammt mutig. Ich weiß wovon ich schreibe, bin auch in so einer Phase. Ich wünsche Max Eberl für die Zukunft nur das Beste Sollte er wieder zurück in die Fußballwelt kommen, dann denke ich das er bei unserer Borussia willkommen ist, sollte es ein anderer Verein sein, naja, Aber bitte weder die "Bauern" oder "D'mund"

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