Oliver Kahn
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Einige – und auch wir – haben sich es schon vorgestellt: Cristiano Ronaldo zerschießt im Trikot des FC Bayern München die Bundesliga. Dazu wird es nun aber wahrscheinlich nicht kommen.


„So sehr ich Cristiano Ronaldo als einen der Größten schätze: Ein Transfer würde nicht in unsere Philosophie passen“, wird Bayern-Vorstandsboss Oliver Kahn vom „Kicker“ zitiert. Heißt: CR7 wird wohl nicht zum FCB kommen.

The Times“ berichtete vergangene Woche, dass der Portugiese um Freigabe gebeten habe. Bei einem akzeptablen Angebot soll er den Verein verlassen können. Grund: Er möchte weiter Champions League spielen.

Der FC Bayern sagt ab

Der 37-Jährige erreichte in der Premier League 2021/22 mit den Red Devils nur Platz sechs und müsste sich so mit der Europa League begnügen. Zu wenig für den fünffachen Ballon-d’Or-Gewinner, der weiter auf höchstem Niveau spielen möchte.

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Deshalb wurden auch Gerüchte über einen Wechsel zum FC Bayern München laut. Diese sind mit den Kahn-Aussagen im „Kicker“ aber wohl wieder vom Tisch. Er begründet dies mit der Philosophie des FC Bayern: Spieler, die vor dem Karriereende stehen, würden nicht neu rangeholt.

Mit CR7: Unruhe beim FC Bayern?

Ronaldo ist zwar nicht mehr der Jüngste, hat aber in der vergangenen Spielzeit bewiesen, dass er noch immer das Zeug zum Weltklassemann hat: In 38 Spielen für ManU erzielte er 24 Tore und legte drei vor. Nicht zu unterschätzen ist auch die Außenwirkung eines Transfers: Das Trikot des FCB wäre in diesem Jahr mit Sicherheit das Begehrteste, Sponsoren, Partner, etc. kommen und die Fans, die CR7 zweifellos auf der ganzen Welt hat, schauen öfter nach Bayern.

Dennoch könnte ein CR7-Transfer eine Mannschaft ganz schön aufmischen: Neues Gehaltsgefüge, neuer Anführer auf dem Platz und ein Spieler, der das Spiel gerne auf sich zugeschnitten hätte. Unter anderem eine der Gründe, warum Lewandowski die Bayern verlassen möchte: Er hätte gerne mehr Bälle gehabt. Das wäre bei Cristiano nicht anders.

FC Bayern: Portugiesisches Wunderkind als Lewandowski-Ersatz?

Die Zukunft von Robert Lewandowski beim FC Bayern ist weiterhin offen. Sollte er gehen, muss man sich um Ersatz kümmern. Dabei viel wohl der Name eines 127-Millionen-Mannes.

Der FC Bayern will ihn eigentlich halten, doch die Fronten scheinen weiterhin verhärtet: Robert Lewandowski steht in den Startlöchern nach Barcelona, wartet eigentlich nur noch auf die Einigung der Bayern-Bosse mit denen des anderen FCB.

Portugiese zum FC Bayern?

In München betont man weiter, dass man ihn nicht abgeben möchte, der Pole selbst sieht seine Zukunft allerdings nicht mehr in Deutschland. Der Rekordmeister ist also gut beraten, Ausschau nach einem Ersatz zu halten – und könnte in Madrid fündig werden.

Denn wie die „Sport Bild“ berichtet, soll der FC Bayern Interesse an João Félix haben. Der 22-jährige Portugiese wurde bei SL Benfica ausgebildet und wechselte 2019 für rund 127 Millionen Euro zu Atlético Madrid. Bilanz seitdem: 109 Spiele, 28 Tore und 15 Assists.

Neues Glück beim FC Bayern?

Ob Félix bezahlbar ist, steht auf einem anderen Blatt Papier. Er kam für ein horrende Summe nach Spanien und hat dort einen laufenden Vertrag bis 2026. Zudem sind die Bayern nicht gerade dafür bekannt, exorbitante Summen auf den Tisch zu legen.

Doch: Félix konnte bisher nicht 100% überzeugen, scheint nicht in das „System Simeone“ und das Umfeld „Atléti“ zu passen. Und wer weiß – in Zeiten, in denen Konkurrenten mit den Mbappés und Haalands dieser Welt verlängern und Verträge abschließen stünde den Bayern ein junges Weltklassetalent auch gut zu Gesicht. Und ließe sich so vielleicht von etwaigen Schmerzgrenzen nicht mehr aufhalten.

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