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Domenico Tedesco kam, sah und siegte mit dem Leipziger Bundesligisten. Seine Trainerstationen, auf Schalke zum Beispiel, waren aber nicht immer von Erfolg geprägt. Daraus scheint er gelernt zu haben.


Seit Dezember 2021 ist Domenico Tedesco Trainer bei Rasenballsport Leipzig. Bilanz seitdem: Stabilisiert, Champions-League-Quali, DFB-Pokalsieg eingefahren. Grund zu Jubel, Trubel, Heiterkeit in Sachsen also. Oder?

Bei Trainer Domenico Tedesco nicht. Oftmals werden nach guten Saisons oder großen Erfolgen Trainerverträge vorzeitig verlängert, der Hype innerhalb des Vereins ist oftmals groß. So war das auch bei Schalke 04 im Sommer 2018.

Aus Schalke-Zeiten gelernt

Mit 63 Punkten wurde man Vizemeister, qualifizierte sich für die Champions League, alles war toll in Gelsenkirchen. Logische Konsequenz: Vertragsverlängerung mit dem Trainer. Danach wendete sich das Blatt, der Saisonstart war nicht gut. Am Ende flog Tedesco im März 2019 nach fünf Niederlagen in Folge und einer herben 0:7-Klatsche in der CL gegen City und auf Platz 14 in der Bundesliga liegend.

Das sei nun der Grund, weshalb eine Vertragsverlängerung bei Leipzig zur Zeit nicht in Frage käme: „Ich will jetzt keine bösen Geister rufen oder abergläubisch klingen: Aber wir haben jetzt eine wichtige Vorbereitung, ein offenes Transferfenster und einen frühen Start mit dem Supercup-Finale gegen Bayern“, sagte er in der Donnerstagsausgabe des Kicker.

Über Aue und Schalke nach Russland

Der Club sei auf ihn zugekommen und habe eine Verlängerung angestrebt. Sein aktuelles Papier läuft bis 2023. „Trotzdem habe ich darum gebeten, das Thema erst einmal ein wenig nach hinten zu schieben. Ich glaube und hoffe, dass der Verein das verstanden hat“, so der Übungsleiter weiter. „Wir können im November oder Dezember sprechen, während der WM-Pause.“

Ein richtiges Angebot soll es laut „dpa“ allerdings nicht gegeben haben. Tedescos Cheftrainer-Karriere begann übrigens in Sachsen: Im März 2017 übernahm er den FC Erzgebirge Aue. Mit sechs Siegen aus elf Spielen sicherte er den Veilchen die Klasse – und sich selbst einen Job beim FC Schalke 04. Als das im März 2019 zu Ende ging, schloss er sich Spartak Moskau an. Dort erreichte er mit dem 12-fachen sowjetischen und 10-fachen russischen Meister den zweiten Platz. Im Mai 2021 endete seine Zeit in Russland.

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