Gareth Bale
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In diesem Sommer wird die durchwachsene Ära von Gareth Bale bei Real Madrid ein Ende haben. Wie sein Berater bestätigte, wird er die Königlichen mit Vertragsende verlassen. Die sportliche Zukunft des Walisers ist noch nicht geklärt.


Es scheint bereits eine Ewigkeit zurückzuliegen, dass Gareth Bale der teuerste Fußballer der Welt war. Zumindest seine Ablösesumme von 101 Millionen Euro wurde vorher noch nie aufgestellt. So viel waren Real Madrid die Qualitäten des Walisers 2013 wert. Neun Jahre später ist von diesem Glanz aber nur noch wenig zu spüren. In den kommenden Wochen deutet sich das ernüchternde Ende in Madrid an.

Das bestätigte Bales Berater Jonathan Barnett vor kurzem gegenüber Deportes Cuatro. Demnach wird der 32-Jährige Real verlassen. „Er verdient einen guten Abschied vom Verein“, so der Agent. Seit geraumer Zeit kühlt das Verhältnis zwischen dem pfeilschnellen Angreifer und den Königlichen immer weiter ab.

Nach Kritik von außerhalb: „Bale muss den Fans nichts beweisen“

Ein Leihgeschäft zurück zu seinem Ex-Klub Tottenham verschaffte ihm in Madrid keine neue Perspektive. Dazu kamen in dieser Saison etliche Verletzung, wodurch er es gerade einmal auf 270 Pflichtspielminuten brachte. Auch durch die viele Kritik der Fans und Medien wurden die letzten Monate zur reinsten Farce, die sich Bale mit einem horrenden Salär aber immer noch gut bezahlen ließ.

„In den nächsten 20 Jahren werden die Fans sehen, wie gut Bale war, und sie werden es bereuen“, wie Barnett weiter ausführte. Natürlich zählte der Waliser eine gewisse Zeit lang auch zur absoluten Weltspitze und gewann mit Real gleich 17 Titel. Dementsprechend würdigend sollte er verabschiedet werden. „Bale muss den Fans nichts mehr beweisen. Er hat nichts Falsches getan. Er ist ein ruhiger Typ, der nicht mit der Presse reden will, er will nur Fußball spielen.“

Barnett stellte auch noch einmal die große soziale Rolle heraus, die der Flügelspieler gerade während der Pandemie einnahm. Doch sportlich sollte es über die letzte Zeit einfach nicht mehr klappen. So ist ein möglicher Einsatz in einem der letzten Saisonspiele unwahrscheinlich. „Man muss Ancelotti fragen, warum er nicht spielt. Es ist nicht die Entscheidung von Gareth Bale. Ich kann Ancelotti nicht kritisieren, aber es ist seine Entscheidung.“

Wo die Reise für den 32-Jährigen ab dem Sommer hingeht, ist aktuell noch komplett offen. „Wir haben noch keine Entscheidung über die Zukunft getroffen“, so Barnett. Es könnte Bales letzte große Station werden, bei der er trotz aller Schwierigkeiten in der Vergangenheit einfach noch mal zeigen wollen dürfte, dass er zurecht einer der ganz Großen war.

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