Zinnbauer
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Josef Zinnbauer hat einen neuen Verein gefunden. Der ehemalige Trainer des Hamburger SV heuert bei Lokomotive Moskau an. Der 52-Jährige folgt damit indirekt auf Markus Gisdol, der den Posten im März aufgrund der kriegerischen Handlungen Russlands in der Ukraine aufgab.


Die Fans des Hamburger SV werden sich noch an den Namen Josef Zinnbauer erinnern. Ob sie dies auch gerne tun, dürfte bezweifelt werden. In der Saison 2014/15 stand der Übungsleiter für 24 Spiele an der Seitenlinie und holte dabei im Schnitt lediglich einen Zähler pro Partie.

Etwas erfolgreicher lief es für Zinnbauer bei seinen späteren Stationen in St. Gallen und bei den Orlando Pirates. Nun hat der frühere Mittelfeldspieler einen neuen Klub gefunden. Wie der Verein bestätigte, schließt er sich Lokomotive Moskau an. Dort leitete bisher Marvin Compper interimsweise die Geschicke, nachdem Markus Gisdol vor Monaten seinen Stuhl räumte.

Zinnbauer freut sich auf Zusammenarbeit mit Compper

Zinnbauers Vorgänger konnte seinen Job als Fußballlehrer nicht mit der politischen Ausrichtung Russlands vereinen. Assistenztrainer Compper blieb hingegen und soll auch unter seinem neuen Chefcoach eine entscheidende Rolle spielen. „Marvin ist das wichtigste Element im Trainerstab“, so Zinnbauer vom Verein zitiert.

„Wir verstehen uns gut, wir haben die gleiche Fußballphilosophie. Ich kann sagen, dass Marvin und ich auf einer Wellenlänge liegen.“ In zwei Wochen startet die Premier Liga in die neue Saison. Nach dem sechsten Platz im Vorjahr soll es für Lokomotive wieder bergauf gehen. Doch weiterhin gilt es, das Sportliche richtig einzuordnen. Dass sich Zinnbauer zu dem aktuellen Zeitpunkt für dieses Engagement entschied, sollte zumindest hinterfragt und nicht weniger diskutiert werden.

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