Picture Alliance

Steffen Baumgart ist der gefeierte Held beim 1. FC Köln. Der Trainer, der im vergangenen Sommer vom SC Paderborn an den Rhein wechselte, war maßgeblich an der erfolgreichen Saison der Domstädter beteiligt. Nun sprach der 50-Jährige in einem Interview offen über schwierige Zeiten.


Der 1. FC Köln spielt wieder international. Vor der Saison hätte das wohl niemand für möglich gehalten, da man in der Vorsaison dem Abstieg noch haarscharf entwichen ist. Doch nun sind die Kölner als siebtplatzierter für die Conference League qualifiziert. Maßgeblich daran beteiligt war ihr Trainer Steffen Baumgart, der dem ganzen Verein neue Energie verliehen hat. In einem Interview mit der Sport Bild sprach der 50-Jährige nun allerdings über Zeiten, die alles andere als vom Erfolg gekrönt waren. 

„Ich war damals ganz unten“, so der frühere Profi über die Zeit, als er von alleine nicht einmal die rund 20.000 Euro für den Fußballlehrer-Lehrgang beim DFB bezahlen konnte: „Zum damaligen Zeitpunkt war ich nicht mehr kreditwürdig. Meine Frau hat für unsere Familie das Geld verdient.“ Baumgart hatte sich nach seiner Rückkehr aus China 2002 für ein paar Tage arbeitslos gemeldet. Der Tiefpunkt sei aber 2010 gewesen, als er als Trainer des 1. FC Magdeburg keinen neuen Vertrag bekam. „Die finanziellen Reserven waren schnell aufgebraucht“, verriet der 50-Jährige.

Baumgart teilt Erfahrungen mit seinen Spielern

Geholfen habe ihm in dieser Zeit Hans-Peter Finkbeiner, Besitzer eines Modelabels. Er bezahlte auch die Kosten des Fußballlehrers. Baumgart gibt diese Erfahrungen auch an seine Spieler weiter. „Ich habe meinen Jungs in der Kabine auch schon mal gesagt, dass ich jemand bin, der auch schon andere Zeiten erlebt hat“, erklärte der Trainer: „Und dass ihnen klar sein muss, dass sie das Privileg haben, Fußball-Profi zu sein.“

Jetzt sag doch auch mal was!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


design&umsetzung: stark&kreativ