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FIFA-Präsident Gianni Infantino plant nach dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine vorerst keine Sanktionen gegen Russland. Auch die Spiele in der WM-Qualifikation sollen planmäßig Ende März über die Bühne gehen.


Auf einer Pressekonferenz verkündete der FIFA-Chef am Donnerstag: „Die FIFA verurteilt die Anwendung von Gewalt durch Russland in der Ukraine und jede Art von Gewalt zur Lösung von Konflikten.“ Zu deutlicheren Worten konnten ihn die Journalisten jedoch nicht hinreißen, schließlich gilt die Verbindung zwischen Infantino und Russlands Präsident Putin als eng – auch bei der Siegerehrung der WM 2018 in Russland standen die beiden Akteure gemeinsam auf der Bühne.

Für die Play-Off-Phase der WM-Qualifikation, die am 24. und 29. März in Europa gespielt werden soll, deuten sich jedoch bereits große Probleme an: Sowohl das polnische Team, welches im ersten Spiel nach Russland reisen müsste als auch die beiden eventuellen Final-Gegner Schweden und Tschechien verweigern in einem gemeinsamen Brief an die FIFA die Einreise nach Russland und bitten um Verlegung der Spiele.

Auch die ukrainische Mannschaft müsste theoretisch Ende März ihr Play-Off-Spiel in Schottland bestreiten. Dass diese Partie in wenigen Wochen tatsächlich stattfinden wird, dürfte als ausgeschlossen gelten.

Die UEFA reagierte bereits an anderer Stelle:
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Infantino zeigte sich bei der Pressekonferenz jedoch gelassen: „Das erste dieser Spiele soll in einem Monat stattfinden. Ich hoffe, dass die gesamte Situation vorher gelöst werden kann.“ Dass die Krise in vier Wochen vorbei sein wird, gilt jedoch angesichts der aktuellen Entwicklungen als äußerst unwahrscheinlich. „Der Ratsausschuss wird eine Entscheidung treffen, sobald das nötig und möglich ist“ so der FIFA-Präsident weiter. „Die Lage entwickelt und verändert sich ständig. Wir müssen das weiter beobachten, damit wir eine Entscheidung in Abhängigkeit der Statuten treffen können.“

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