Fans von Eintracht Frankfurt
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Die Champions League war für Eintracht Frankfurt bisher Neuland. Gleich in der Prämieren-Saison könnten die Adler als Tabellenerster jedoch schon für eine faustdicke Überraschung sorgen. Vor dem letzten Spieltag der Gruppenphase könnte die SGE in der engen Gruppe D allerdings auch noch ausscheiden.


Man muss nicht allzu lang in den Geschichtsbüchern blättern, um mit sehr harten Jahren für Eintracht Frankfurt konfrontiert zu werden. Doch der Aufstieg der Adler verlief zuletzt steil: Sportlich und finanziell ist der fünffache Pokalsieger richtig gut aufgestellt. Und nach dem Überraschungserfolg in der Europa League durfte die Eintracht sogar in der Champions League an den Start gehen.

Mit Tottenham Hotspur, Sporting Lissabon und Olympique Marseille war die Gruppe D nicht einmal allzu prominent bestückt. Nach jeweils zwei Siegen und Niederlagen sowie einem Unentschieden, kommt es daher am letzten Spieltag zum Showdown. In Lissabon kann Frankfurt entweder das Weiterkommen sichern, in die Europa League absteigen oder ganz ausscheiden.

Eintracht Frankfurt vor Zitterpartie


Das Schicksal teilt die SGE mit jedem Team aus der Gruppe. Tottenham hat acht Punkte auf der Habenseite. Sporting und Frankfurt haben sieben Zähler, der direkte Vergleich geht allerdings an Lissabon. Doch auch für Marseille ist mit sechs Punkten noch alles möglich.

Bei einem Sieg in Portugal sind die Adler vom Main in jedem Fall weiter. Holt Tottenham zudem nicht mehr als ein Unentschieden gegen Marseille, landet die Eintracht sogar auf Platz eins. Ein Remis für das Team von Oliver Glasner wäre allerdings das vorzeitige Aus in der Königsklasse.

Zum dritten Platz würde es demnach reichen, wenn Marseille nicht gleichzeitig gegen die Hotspurs gewinnt. Der Worst Case wäre demnach, wenn Frankfurt Punkte liegen lässt, Olympique aber sein Spiel gewinnt. Lassen auch die Franzosen Federn, überwintert die Eintracht in der Europa League.

Spannung und Rechenspiele sind also vorprogrammiert. Ein Achtelfinale in der Champions League wäre nach den zuletzt starken Wochen aber mehr als verdient. 

Sporting lässt gegen Frankfurt 16.000 Plätze frei

Wir erinnern uns wohl noch alle bestens an die Bilder aus dem April, als die Frankfurter Fans das Camp Nou zu einem Heimspiel verwandelten. Diese SGE-Party im fremden Stadion ist auch bei den Verantwortlichen von Sporting Lissabon nicht unbeobachtet geblieben – aus Angst vor zu vielen Eintracht-Anhängern lässt der Verein heute tausende Plätze frei.

Das Estadio José Alvalade in der portugiesischen Hauptstadt fasst 50.095 Zuschauer – 2500 Tickets wurden den Anhängern der SGE zur Verfügung gestellt. Die Nachfrage bei den Frankfurtern war jedoch erwartungsgemäß um einiges höher – schließlich kann die SGE heute Abend ins Achtelfinale der Champions League einziehen.

Platz wäre eigentlich genug: Rund 16.000 Tickets hatte Sporting am Morgen des Spiels noch nicht verkauft – für die Frankfurter Fans ohne Ticket eigentlich die perfekte Gelegenheit. Doch die Portugiesen befürchten ähnliche Szenen wie im April, als über 30.000 deutsche Anhänger in das Camp Nou strömten und es in ein Heimspiel verwandelten.

Daher können heute nur Vereinsmitglieder von Sporting die übrigen Eintrittskarten kaufen – doch der Andrang hält sich bislang in Grenzen. Die Portugiesen würden also offenbar lieber auf Einnahmen im sechsstelligen Bereich verzichten, als zu viele Frankfurter Fans ins Stadion zu lassen.

Sollte die SGE das Auswärtsspiel in Lissabon gewinnen, steht das Team von Oliver Glasner in der KO-Phase des Wettbewerbs.

Homer als Eintracht Frankfurt-Fan

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