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Nur vier Tage nach dem peinlichen FA-Cup-Aus gegen Zweitligist Middlesbrough mussten Trainer Ralf Rangnick und Manchester United eine erneute Blamage einstecken: Bei Schlusslicht FC Burnley reichte es nur zu einem 1:1-Unentschieden. Den 1:0-Führungstreffer von Paul Pogba egalisierten die Gastgeber kurz nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit durch einen Treffer von Jay Rodríguez – nach Vorarbeit von Wolfsburg-Neuzugang Wout Weghorst.


Unzufrieden mit dem Abend dürfte auch ein gewisser Cristiano Ronaldo gewesen sein. Der Portugiese stand nicht in der Startelf und kam erst in der 68. Minute für Edinson Cavani aufs Feld. Ausrichten konnte der 37-Jährige aber auch nichts, auch wenn die Red Devils mit 64% Ballbesitz und 22:9 Torschüssen deutlich mehr vom Spiel hatten. Bitter: Ein Varane- und ein Eigentor wurden aberkannt. „Wir haben drei Tore geschossen“, sagte Rangnick nach dem Spiel.

Trotzdem war er natürlich unzufrieden mit der Leistung seiner Truppe: „In der zweiten Halbzeit waren wir nicht aggressiv genug. Bei ihrem Treffer verteidigen wir nicht die komplette Situation über. Es ist eine frustrierende Nacht für uns, weil wir das Spiel locker hätten gewinnen müssen. Am Ende war es auch ein wenig eine Frage des Glücks. Ein Punkt für solch eine Leistung ist nicht genug.“ Und obwohl man aus den neun Premier-League-Partien seit seinem Amtsantritt nur eines verlor (0:1 gegen Wolverhampton), sieht es in der Tabelle nicht gut aus für den Rekordmeister.

Durch den Sieg von West Ham gegen Watford im Dienstagabend-Parallelspiel rutscht Manchester United in der Tabelle auf Platz fünf und damit auch aus den CL-Rängen. Zudem ließ man allzu oft Punkte gegen Teams aus den unteren Gefilden der Tabelle liegen: Gegen Newcastle (19.), Aston Villa (14.), und nun gegen Burnley gab es jeweils nur Remis – zu wenig, wenn man dauerthaft in die Top Four des englischen Fußballs und möglichst bald auch wieder Meister werden will. Zwar holte Rangnick in seinen ersten drei Spielen neun Punkte, doch sollte er die aktuelle Ergebniskrise möglichst bald korrigeren, spätestens zu den CL-Achtelfinalspielen gegen Atlético. In einem Umfeld wie dem von ManU, mit seinen kritischen Anhängern, wird es nämlich besonders schnell unruhig – auch wenn er nach der Saison einen Job im Old Trafford bereits sicher hat.

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