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Das Kapitel Marin Pongračić-BVB scheint bald zu Ende zu sein: Die Leihgabe des VfL Wolfsburg wird die Schwarz-Gelben wohl am Ende der Saison verlassen. Das meldet der Kicker. Nach dem Süle-Coup dürfte man im Ruhrpott die Kaufoption von neun Millionen Euro nicht ziehen.


Besonders empfehlen konnte sich der 24-Jährige bisher nicht: In der Bundesliga kam er zehn Mal zum Einsatz und durfte zwei Mal durchspielen. Am letzten Tag der Transferperiode des Sommers 2021 kam Pongračić per Leihe aus Wolfsburg und sollte die dünn besetzte Verteidigung verstärken. Mit mäßigem Erfolg, der BVB weist mit 36 Gegentoren in 21 Spielen die fünftschlechteste Defensive auf.

Mit dem Süle-Transfer zur neuen Saison will man sich am Borsigplatz defensiv also neu aufstellen: Eine Innenverteidigung aus dem Noch-Bayern-Spieler und Akanji wäre denkbar. Der Vertrag von Dan-Axel Zagadou läuft zum Saison aus, eine Verlängerung ist weder vom Tisch, noch beschlossene Sache. In der laufenden Saison findet sich der Franzose langsam rein, nachdem er zu Beginn wegen einer Knie-OP noch ausgefallen war. Pongračić scheint in den Plänen der BVB-Verantwortlichen ab der neuen Spielzeit aber keine Rolle mehr zu spielen.

Allgemein fiel der Kroate, der in Landshut zur Welt kam, eher neben dem Platz auf. Im November ließ er in einem Twitch-Stream des Comedian und Rappers SSYNIC einige Interna an Licht kommen – etwa die damalige Ausfallzeit von Superstar Erling Haaland, oder die Summer der Kaufoption, die der BVB für ihn hat. Außerdem trat er verbal gegen seinen Stammverein Wolfsburg nach: „Ich war in Wolfsburg abgeschrieben, die hatten gar keinen Bock mehr auf mich. Für die ist es auch ein bisschen scheiße. Wenn ich jetzt hier durch die Decke gehe, sagen die in Wolfsburg alle: ‚Was habt ihr hier gemacht, wen habt ihr hier ziehen lassen?‘ Das freut mich extrem. Die haben angefangen, Faxen zu machen. Da habe ich gemerkt, die wollen auch, dass ich von mir aus gehe, dass ich Platz mache für andere. Eklig, bei Elf-gegen-Elf trainiere ich auf einmal nicht mit, (…) ich will ausrasten, ich will zu van Bommel (damaliger VfL-Trainer, Anm. d. Red.) gehen, will mir den am liebsten packen.“

Und auch aktuell steht neuer Ärger ins Haus: Sportbuzzer und Bild berichten, dass Pongračić den VfL auf 250.000 Euro verklagt. Grund: Der Verein erreichte in der vergangenen Saison die Champions League und schüttete für den Erfolg Prämien an seine Spieler aus. Doch sollen Pongračić und der VfL unterschiedliche Betrachtungweisen bei der Berechnung des Ausschüttungsbetrages haben – weshalb ersterer nun vor Gericht zieht. Man darf also gespannt sein, wie es mit dem Innenverteidiger weitergeht. Nicht nur beim BVB, sondern auch in der Autostadt.

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