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David Alaba wird den FC Bayern München im kommenden Sommer verlassen. Nach 13 Jahren im Verein zieht es den österreichischen Nationalspieler höchstwahrscheinlich in die spanische La Liga oder englische Premier League. Auf Grund seines bevorstehenden Wechsels, hat der FC Bayern am Dienstag einen Live-Pressetalk mit Alaba auf Youtube gestreamt. Eine Frage brachte den sonst so routinierten Defensivspezialisten dabei ins straucheln…


Äh..ähmm…also“: Schau dir die unangenehme Situation hier an:


Zieh dir das mal schnell rein hier:
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Die Torwart-Diskussion beim BVB ist um ein Kapitel reicher: Borussia Dortmund verpflichtet Top-Talent Marian Kirsch von Hannover 96. Martin Kind…


Alaba-Abgang: „Ich spüre nichts!“

David Alaba geht, die Tränen der Bayern-Fans bleiben aus. Warum ist das so? Die Frage stellt sich auch unser Edel-Bazi Thomas Poppe. Ein Rückblick auf dreizehn Jahre beim FCB mit seltsamem Abgang.


Am 21. März 2010 wäre die Bayern-Karriere von David Alaba fast schon vorbei gewesen. Es war sein 2. Spiel in der Startelf, sein 3. in der Bundesliga überhaupt. Zweimal sah er nicht gut aus, Martin Fenin und Juvhel Tsoumou schossen Eintracht Frankfurt damals zum Sieg. Auch wenn andere Bayern-Spieler ebenfalls nicht gut aussahen, war Alaba der Buhmann – in den Spielen danach durfte Diego Contento wieder ran. Auch in der Folgesaison. Die Leihe nach Hoffenheim war ein Segen. 17 Spiele über 90 Minuten später kam er als gestandener Linksverteidiger nach München zurück, wo mittlerweile Heynckes statt Van Gaal am Ruder war.

Plötzlich war Alaba wer. Eben noch nicht an Contento vorbeigekommen, jetzt der heiße Scheiß auf dem LV-Markt. Das Finale Dahoam verpasste er wegen einer Gelbsperre, die heute gar nicht mehr möglich wäre. Spätestens im Triple-Jahr hatte er die Stempel „unersetzlich“ und „unverkäuflich“. Endlich mal wieder einer, den man nicht teuer gekauft, sondern aus der U19 nach oben gezogen hatte.

Zeitsprung: Fast elf Jahre nach seinem vermeidlichen Doppelbock im Waldstadion saß Alaba heute auf einer Pressekonferenz und verkündete seinen Abschied. Ein Abschied, der für niemand mehr überraschend kommt. Wohin? Keine Ahnung! Es ist mir irgendwie auch egal. Alles, am Abgang von David Alaba löst in mir keine Emotionen aus. Ich spüre nichts. Außer vielleicht eine seltsame Traurigkeit, dass ich nichts spüre. Weil es irgendwie schade ist, dass einer nach zwei Mal Triple und mehr als 400 Pflichtspielen geht.

Vielleicht waren es die endlosen Verhandlungen, vielleicht die schwindelerregenden Gehaltsvorstellungen, die trotz Pandemie im Raum schwirrten. Vielleicht die Verpflicht von Upamecano. Vielleicht die seltsame Gelassenheit, mit der Alaba auf alle Geldgier-Anschuldigungen bis heute reagiert. Phrasen wie „Mir liegt der Verein am Herzen“ und „Geld war nicht der Grund“ – man kauft sie ihm irgendwie nicht mehr ab. Danke für alles. Schön, dass du da warst, du weißt ja, wo es raus geht.

David Alaba ist 28 Jahre alt. „Bestes Fußballeralter“ hat man früher mal gesagt. Ich gönne ihm einen Verein, mit dem er ein neues, erfolgreiches Kapitel schreibt. Ich gönne ihm noch die selbst deklarierten vier bis sieben Jahre auf höchstem Niveau. Ich gönne ihm sogar seine so sehr erwünschte Position im zentralen Mittelfeld. David Alaba war nie Schweini, war nie Müller, war nie Robben. MiaSanMia light. Immer gut bis Weltklasse auf dem Platz, meist ruhig und unauffällig daneben. Umso mehr verwunderten die seltsamen Forderungen nach Stammplatzgarantien im Mittelfeld oder Rekordgehältern seiner Berater um Pini Zahavi.

li Hoeneß erzählte mal von einem Anruf eines Informanten. Ribery und Alaba wurden mehrfach im Nachtleben von München gesichtet. Als Hoeneß den Österreicher konfrontierte, soll Alaba im Wiener Slang „Darüber muss ich nochdenken“ gesagt haben. Am Folgetag erneut angesprochen, sagte Alaba dann trocken: „Da muss der Ribery mit oahm ander Schworzen utnerwegs gwesen sein!“ Die ein oder andere Anekdote dieser Art hätte ihm sicher besser gestanden als die Leaks seiner Vertragsverhandlungen. Alaba geht. „Finanzielle Aspekte haben keine Rolle gespielt.“ 25 Titel nach diesem einen Spiel in Frankfurt. Ich fühle nichts. Schade!


Von Thomas Poppe
(will immer wieder dieses Fieber spüren, Anm. d. Red.)

Mehr von Poppe:
Ein Abschiedsbrief: „Mein Fußball ist tot – und das ist ok so!“

Irgendwann sind wir alle ein Haufen von Leuten geworden, die den Fußball nicht mehr so gut finden, wie er früher…

Lob, Kritik, Feedback, User-Meinung, Lottozahlen:

  1. Spielt seit Monaten 2 Liga Niveau und fordert Respekt. Bin froh das ich den Mitläufer nicht mehr sehen muss. Sei es beim eins gegen eins, beim Kopfball, beim zurücklaufen überall 2ter Sieger und Pässe in die Schnittstelle…Fehlanzeige.
    Soll dem Fonse Danke sagen das er ihm des öfteren geholfen hat den Weltklassemitläufer

  2. Wenns dem Esel zu wohl geht, begibt er sich auf Eis. Hoffentlich fällt er so richtig auf die Schnauze.
    Soll froh sein, dass zur Zeit keine Fans im Stadion sind. Geldgieriger Schnösel, Leistung bringt er schon lange nicht mehr, ab auf die Tribüne mit solchen Verräter.

  3. Äußerst lächerlich. Missverstanden fühlt sich der Arme…….
    Verständnis bringt nur sein Wunschgehalt, 20 – 23 Mio im Jahr.
    Solch eine Lügenwurzel.
    Für mich der Absturz eines Apielers den ich bewundert habe, obwohl kein Bayern Anhänger.

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