Keeperkolumne: Neuer leidet gerade unter dem FC Bayern

Neue Woche, neue Keeperkolumne. Timo Hildebrand widmet sich erneut dem vielleicht besten Torwart seiner Zunft: Manuel Neuer, dem gerade viel Kritik um die Ohren fliegt. Berechtigt? Oder nicht? Fakt ist: Es lief schon mal deutlich besser. Für FCB-Verhältnisse ist die aktuelle Phase ein klarer Negativlauf und das wirkt sich auch auf den Schlussmann aus, klar.


Acht Schüsse aufs Tor der Bayern, alle acht Schüsse drin – diese Statistik ging am vergangenen Wochenende rum wie ein fieser Virus. Habt ihr sicher auch mitbekommen, oder? Man möchte nicht mit Manuel Neuer tauschen in diesen Tagen. Es hagelt negative Presse und Kritik. Und das, nachdem er eigentlich jahrelang nur Lob bekommen und stets auf weltklasse-Niveau gehalten hat. Jetzt also eine Phase, in der es alles andere als gut läuft. Eine Phase, wo er auch und insbesondere unter dem FC Bayern leidet.

„Ein Schuss, ein Tor, die Bayern“ war Jahrzehnte lang eine beliebte Songzeile der Anhänger des Rekordmeisters. Kann man mit etwas Schadenfreude genauso gut contra FC Bayern schmettern in diesem Herbst 2018. Welchen Anteil hat die Defensive des Kovac-Teams und welchen explizit Manuel Neuer? Spielen Spätwirkungen seiner Langzeitverletzung noch eine Rolle? Er spielt derzeit sicher nicht auf Topniveau, aber dennoch: Er ist und bleibt ein Weltklasse-Torwart.

Ein exemplarischer Anti-Lauf

Wenn deine Mannschaft einen Lauf hat und du selber glänzen kannst – es gibt wirklich wenig Besseres. Ich denke an das Jahr 2006/2007, wo wir mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister geworden sind. Was für eine gute Zeit. Meine 884-Minuten-Torlos-Rekordserie war aber auch nicht so schlecht. In einigen Spielen weißt du einfach schon vorher: „Heute bleibt deine Hütte sauber, heute geht keiner rein.“ Das, was Neuer gerade durchlebt, ist ein klassischer Anti-Lauf. Zugegeben: Beim FC Bayern von Anti-Lauf zu sprechen, ist schon hart. Da läuft es mal ein paar Spiele nicht und schon ist die Krise da.

Aber: Die Bayern werden diese Schwächephase bald überwunden haben und wieder losmarschieren. Ich plädiere dafür, dass nicht nur die Medien jetzt besonnen vorgehen und ruhig bleiben, sondern auch wir Zuschauer und Fans. Wir alle sollten uns mehr in Gelassenheit und Geduld üben. Es ist immer leicht, den Klubbossen und Managern der Liga Schnellschussreaktionen vorzuwerfen, wenn es mal nicht läuft und das Trainerkarussell angeschmissen wird. Nicht anders verhält es sich jetzt mit Neuer und dem FCB: Einfach mal ruhig bleiben, dann kommen die nächsten Erfolge von ganz allein.


Foto: spooney.de

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